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SM Technik im Maserati Merak

Hervorgehobene Antworten

Hallo zusammen, ich habe mir vor ca. einem Jahr einen Maserati Merak (Bj. 1974) gekauft. Da zu dieser Zeit Citroen Mehrheitanteilseigner an Maserati war, wurde die gesamte Hydraulik aus dem SM auch in den Maserati gepackt. Die Hydraulik und insbesondere die Bremsen stellen meine Oldtimerwerkstatt aber vor unlösbare Herausforderungen. Die Bremse ist praktisch nicht dosierbar und schaltet in Milimeterbereich zwischen Normal- und Vollbremsung, was das Fahren extrem unentspannt macht. Ich weiß, dass es früher einmal in Berlin einen Spezialisten für SM gab, der scheint aber aufgehört zu haben. Da ich aus Berlin komme, wäre ich daher extrem glücklich über eine Empfehlung oder einen Tip zu einer Werkstatt, die sich mit der Hydraulik des SM auskennt und mir hier ggf. weiterhelten kann. Schon einmal herzlichen Dank in die Rude! Viele Grüße, Dominik

Hi Dominik,

Wow! Sehr geiles und besonders Automobil!

SM Fahrer sind hier reichlich vertreten.

Interessant wo die Hydropneumatik überall eingebaut wurde!

Hast Du da auch die Hydropneumatische Federung drin oder wird nur Kupplung und Bremse Hydraulisch betätigt?

Viel Erfolg beim Bremsen Reparieren!

VG

Ralf

1 Stunde her, Dominik74 schrieb:

. Die Bremse ist praktisch nicht dosierbar und schaltet in Milimeterbereich zwischen Normal- und Vollbremsung, was das Fahren extrem unentspannt macht.

Hallo Dominik! Ich kenne mich in dem Bereich nur sehr begrenzt aus, aber ich weiss das bei der DS anfaenglich ein Knopf oder Pilz fuer die Bremse zustaendig war, der viele sehr gefordert hat, die ein Pedal gewohnt waren, weil dort weniger der Weg sondern die Kraft auf den Pilz die Bremsleistung bestimmt hat.

Auch bei den spaeteren Modellen mit einem Pedal, wie mein CX, war der Umgang etwas gewoehnungsbeduerftig, weil dort auch nicht mit einem Zylinder das Medium verschoben wurde sondern nur ein Ventil betaetigt wurde, welches den Bremsdruck regelte. Faktisch weglos, was aber auch eine sehr sensible Betaetigung moegliche machte .... wenn man sich umgewoehnt hatte.

Mag aber sein, dass dein Bremse auch einen Fehler hat.

Bearbeitet ( von MatthiasM)

2 Stunden her, Dominik74 schrieb:

Die Bremse ist praktisch nicht dosierbar und schaltet in Milimeterbereich zwischen Normal- und Vollbremsung, was das Fahren extrem unentspannt macht.

Wie jemand im Paralell-Thema schon geantwortet hat, ist das normal - aus erklärten Gründen. Das war quasi bei allen Zentralhydraulikern so. Mit bißchen Übung macht die Bedienung durch die kurzen Pedalwege richtig Spaß.

Es sollte trotzdem abgeklärt werden ob nicht irgendwo Luft im System ist, die Druckspeicher in Ordnung sind etc.

Es sollte auch abgeklärt werden ob wir bei SM oder bei CX weiterdiskutieren. Oder wollen wir Stereo bleiben ?
Im CX-Thread gibts eine Werkstattempfehlung fürs Bremsennachschauen. Ich mach da weiter.

13 Stunden her, SeppCx schrieb:

Es sollte auch abgeklärt werden ob wir bei SM oder bei CX weiterdiskutieren. Oder wollen wir Stereo bleiben ?
Im CX-Thread gibts eine Werkstattempfehlung fürs Bremsennachschauen. Ich mach da weiter.

Wir bleiben nicht stereo. Ich hab den Faden im CX Bereich zu gemacht. )

Viele Grüße

Fred )

Im XM (wieder ein Modell mehr) ist bei der Bremse eine Feder zwischengebaut um das allzu direkte Gefühl etwas zu entschärfen. Vielleicht wäre das die Lösung wenn man nicht damit klar kommt?

Im Volvo sind die Bremsen übrigens auch so extrem direkt 😉

15 Stunden her, MatthiasM schrieb:

Ich kenne mich in dem Bereich nur sehr begrenzt aus, aber ich weiss das bei der DS anfaenglich ein Knopf oder Pilz fuer die Bremse zustaendig war, der viele sehr gefordert hat, die ein Pedal gewohnt waren, weil dort weniger der Weg sondern die Kraft auf den Pilz die Bremsleistung bestimmt hat.

Nicht nur anfänglich. Eine DS hat vom Produktionsstart bis zum -Ende die Bremsbetätigung via Doppel-Ventil mit Gummiknopf bzw. -Pilz. Dies ist das einzige verlässliche Erkennungsmerkmal, ob es sich um eine DS oder um eine ID (Pedal) handelt. Ausnahme: Die Breaks hatten ebenfalls stets das DS-Prinzip, sind aber modelltechnisch ID.

17 Stunden her, Dominik74 schrieb:

Da zu dieser Zeit Citroen Mehrheitanteilseigner an Maserati war, wurde die gesamte Hydraulik aus dem SM auch in den Maserati gepackt.

Diese Behauptung wird nicht richtiger, wenn man sie wiederholt. Nicht die gesamte Hydraulik, sondern nur die Hochdruck-Bremsanlage wurde aus dem SM übernommen.

Ab 1980 entfiel die Hochdruck-Bremsanlage im Merak. Wenn Du die Bedienung absolut nicht hinbekommst, könnte (ohne etwas darüber im Detail zu wissen) vielleicht die spätere, "konventionelle" Anlage eingebaut werden.

Ansonsten stimme ich meinen Vorrednern zu: Die Hochdruckbremse ermöglicht sehr gute Dosierung nach einer gewissen Eingewöhnungsphase und sorgt für schnellstmögliches und der effektives Ansprechverhalten der Bremse.

Bearbeitet ( von M. Ferchaud)

…. Und bitte nie vergessen, das der Bremsdruckspeicher gut sein muss. Reisst im Maserati die Primärkette, geht der Kumpel recht instant aus, ohne Drehzahl kein Nachfördern der Pumpe, und wenn dann die 2 Kugeln nie getauscht wurden, nun ja… hoffentlich ist vor Dir ne lange leere Rettungsgasse…

Carsten

Hallo,

War der Maserati Quattroporte aus der damaligen Zeit nicht quasi auch 4 SM mit 4 Türen?

Gruß

Andreas

Moin,

Jein, vom Quattroporte II auf SM Basis hat man so 13 oder so gebaut, dann, aus.

Der 4 türige SM heißt Chapron Opera ;-)

Schöne Grüße,

Carsten

Bearbeitet ( von Carsten)

4 Stunden her, accm x2 andreas schrieb:

Hallo,

War der Maserati Quattroporte aus der damaligen Zeit nicht quasi auch 4 SM mit 4 Türen?

Gruß

Andreas

Ja, war er.

4 Stunden her, Carsten schrieb:

Jein

halte ich für eine unplausible Antwort.

Moin,

Ich schrieb das Jein, weil der QPorte 2 nie wirklich als Fahrzeug auf dem Markt war und insofern eher ein Prototyp blieb, man findet Angaben zu 5-13? Stück ?

Technisch formal ist es natürlich so.

Carsten

6 Stunden her, Carsten schrieb:

Moin,

Ich schrieb das Jein, weil der QPorte 2 nie wirklich als Fahrzeug auf dem Markt war und insofern eher ein Prototyp blieb, man findet Angaben zu 5-13? Stück ?

Technisch formal ist es natürlich so.

Carsten

Okay, das ist nachvollziehbar.

Einen der fünf bis dreizehn Quattroporte 2 konnte ich 1996 live erleben, als sich dieser im Besitz von Wolfgang Kentner (R.I.P.) befand. Damals hatte ich noch keine Ahnung, wie selten dieses Modell ist.

Mal zurück zur Anfrage: in Berlin sind Furchtmann in 12277 Berlin, Malterserstr. 168 und Wolfgang Hesse GmbH Wönnichstr. 50 in 10317 Berlin im ACC Rundbrief gelistet. Außerdem fällt mir Atelier d Àutomobiles ein. Ich habe keinerlei Erfahrung mit diesen Werkstätten. Die Bremse ist nicht sonderlich kompliziert, und war in SM und Merak und DS verbaut. Das grundlegende Prinzip mit LHM als Hydraulikflüssigkeit, HD-Pumpe, Druckspeicher und gegebenfalls Bremsdruckspeicher kann man in den DS Werkstatthandbüchern nachlesen. Alle Kugeln kann man überholen lassen oder tauschen, auch die allgemeinen Hinweise zur Arbeit an der Hydraulik sollte man kennen. Neue Dichtplaketten sind nach jedem Aus- und Einbau Pflicht, passend zur grünen LHM Flüssigkeit. Bremssättel gibt es im Austausch auch. Jeder Neuling ist mit diesen sehr giftig reagierenden Bremsen erstmal vertraut zu machen, der Pedalweg ist sehr kurz. Wenn man sich dran gewöhnt hat, möchte man es nicht mehr missen. Gutes Gelingen! Dieter

Und keiner redet von dem Bypass

DerDruck entgegen des Pedals/Pils durch lässt.

Genau gegen das Phänomen Vollbremsung oder Nix

In der aktuellen Oldtimer Markt werden SM und Merak miteinander verglichen, auf einem der Bilder kann man die Hochdruck-Pumpe und den Druckregler mit Kugel deutlich erkennen.

7 Stunden her, ACCM Dieter Hochhuth schrieb:

Neue Dichtplaketten sind nach jedem Aus- und Einbau Pflicht

Meiner Erfahrung zufolge nicht. Die Tüllen und Ringe (Plaketten gibt’s nicht) können mehrfach verwendet werden, sofern sie nicht beschädigt sind.

Na ja steht so im Handbuch (Dichtumgsplakette) , kann man wiederverwenden, aber da recht preisgünstig evtl doch tauschenplakette.png

  • Ersteller

Danke für die zahlreichen Antworten und Hilfestellungen! Ich werde mal die Werktstätten kontaktieren und dann wieder berichten.

So ganz ganz trivial ist das nicht, ich meine, die Kugeln sind speziell, da die Aschlüsse andere Fittings haben, die Flansche sind plan und haben keine Tüllen.

Im Umkehrschluss heisst das, originale Bremsspeicher mit neuen Membranen versehen.Die Teilenummern decken sich nicht mit den Citroen Teilen, haben zwar eine 5Millionen Nummer, sind aber

nicht gleich.Höchstens der Hauptdruckspeicher.

Die Meraks und der Khamsin , die ich repariert habe, bremsten nach dem Entlüften eigentlich ganz normal.Wenn die Speicher allerdings platt sind, kann sich das anders anfühlen.

Die Scheinwerferhydraulik hat proprietäre Zylinder, es gibt wohl aber jemanden in den Staaten, der was passendes verkauft.Die originalen lassen sich wohl nicht öffnen.Der Schalter ist vom Mercedes 600,

da gehen die O-Ringe kaputt.Das ist aber machbar.

Beim Khamsin ist ein V-förmiges Aluventil einer ID drin, aber auch mit anderen Anschlüssen.

Kupplung ist tatsächlich die Hocdruckkupplung von den frühen Prestige.Die Hydraulik muss perfekt sein, beim Lenken ist mir die getretene Kupplung weggegangen und die Kiste führ selbst Richtung Hauswand.

Dann war die Bremse auch fast weg.

No bueno.Hier auch Sitzhöhenverstellung mit Schalter vom 600.

War undicht, alles LHM im Fussraum.Diese Autos sind jenseits jeglichen Humors.

De Tomaso hat nach der Übernahme alles von Citroen rausgeschmissen, wahrscheinlich auch wegen Patentlizenzen, die er nicht zahlen wollte.

Zeit: 24.6.2026 um 03:45, ACCM Dieter Hochhuth schrieb:

Na ja steht so im Handbuch (Dichtumgsplakette) , kann man wiederverwenden, aber da recht preisgünstig evtl doch tauschen

Ich hatte ne ganze Reihe Dichtungstüllen, die nach dem Einbau geschrumpft sind. Da war dann alle paar Wochen Nachziehen angesagt, bis man am Anschlag war. Ist das Problem jetzt erledigt? Die Wiederverwendung hat Grenzen, wie ich jetzt am frisch montierten Höhenkorrektor feststellen musste...

Die mit dem bläulichen Streifen sind Zeitbomben.Die werden hart und schrumpfen.Das Auto pisst nach zwei Jahren überall.

Die ganz grünen von Citrotech funktionieren sehr gut, gibt es auch bei einigen deutschen Händlern.

Schwarze mit grünem Punkt bisher auch unauffällig.

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