Steinkul

Autoschlüssel Platine

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Steinkul

Mein Autoschlüssel war in der Waschmaschine. Batterien raus und lange trocknen lassen, neue Batterie rein. Schalter funktioniert, denn die kleine rote Lampe leuchtet. Leider tut er es sonst nicht mehr.

Da ich Elektronik mag, aber ihr fast immer der Karosseriebau im Weg steht, bevor man überhaupt in diese wunderbar logische Welt eintauchen kann, beschränkten sich meine bisherigen Arbeiten auf schnödes Austauschen von Teilen.

Im vorliegenden Fall musste ich aber nur eine Schraube lösen einen Teil des Gehäuses ab- und dann die Platine herausziehen.

So jetzt sind wir dran am Speck.

Eines vorweg, wenn diese schwarzen Dinger, also die Chips, hin sind, dann kann man nichts mehr machen. 

Aber zunächst die guten Nachrichten:

1. Auch wenn auf den Fotos Verunreinigungen zu sehen sind, dort reinigen bringt nichts, denn

der Kontakt ist nur die Lötstelle,

und die sehen alle gut aus.

2. Alle Leiterbahnen sind offensichtlich ok.

3. Der Kondensator, also dieses batterieähnliche Teil in der Nähe der roten Lampe ist...

Da muss ich kurz ausholen:

Messungen mit dem Multimeter macht man oft an Pins, die sehen aber sehr unterschiedlich aus. Ein eklatantes Beispiel liegt hier vor. Plus und Minus am Kondensator, und auf der Platine an Metall anlegen, ergibt keine Ergebnisse. Genau gegenüber dem Kondensator befinden sich zwei Minimetallspitzen eng nebeneinander.

Das sind die Pins an denen man den Widerstand misst. Bleibt der auf 0 oder klein, dann muss der Kondensator ausgelötet werden (Vorsicht dabei können Leiterbahnen hopps gehen, erkläre ich, wenn es soweit ist).

So, bei meinem stieg der Wert stetig bis auf 15-18 an, wie es sein soll. 

Dachte ergo, alles paletti, jetzt zweifel ich aber, ob der Wert nicht deutlich höher sein sollte.

Alle Elektronik und Schaltpläne vom ZPJ4 liegen vor, aber keiner von dem Zündschlüssel, hat den einer?

 

-Er ist unschuldig, es war die Taube-large.IMG_20170714_174327.jpg.4f2a69b1a8305e62a6073f104c87e74c.jpglarge.IMG_20170714_173419.jpg.160e95894972797b894eb61860135365.jpg

 

Edited by Steinkul

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bx-basis

Zu diesen Teilen gibt es bei Citroën keine Schaltpläne. Das ist genau wie z.B. sämtliche Steuergeräte eine "Blackbox", due Schaltpläne zeigen lediglich die Verkabelung untereinander.

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frommbold

bei citroen vielleicht nicht. wenn du aber mal ein wenig googelst, finden sich so einige seiten, die sich mit dieser materie auseinandersetzen und auch schaltpläne beinhalten.

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ACCM Peter D.

Nimm mal eine Digitalkamera (oder eine Handykamera) und sieh nach, ob die IR-Diode leuchtet, wenn Du den Knopf drückst und die rote LED leuchtet. Eine Digitalkamera macht die IR-Impulse sichtbar. Sollte die IR-Diode was ausgeben, liegt's wohl eher nicht am Sender...
Den Kondensator würde ich einfach austauschen. Das sind Cent-Artikel, da lohnt sich die Prüfung kaum. Und wenn man dann auch noch so gut dran kommt, würde ich nicht viel Zeit mit messen/ein- und auslöten verplempern.

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MatthiasM

Gute Digicams haben einen IR-Filter, darum besser: Handy!

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Steinkul

Danke, IR-Filter Prüfung ist eine Idee, bin mir allerdings sicher, dass es nicht leuchtet, sonst würde der Schlüssel funktionieren. Die Prüfung werde ich aber trotzdem durchführen. Von dem Kondensator bin ich auch schon weg, der ist wasserdicht, ebenso wie der Chip. 

Nach einigen Recherchen und Nachdenken halte ich folgende Vorgehensweise für sinnvoll:

1. die einfachste Variante ist es, sich einen gebrauchten zweiten Citroen XM Schlüssel zu besorgen, den jemand nicht mehr braucht (Suchanfrage im Teilemarkt). Mit dem was ich habe, kann dort der Code überspielt werden.

2. da in einem Autoschlüsseln nur ein ganz schwacher Strom fließt genügt schon eine minimale Störung. Will sagen, wenn sich irgendwo auf der Platine von dem Waschwasser ein winziger Laugenfilm abgesetzt hat, ist der Stromkreis unterbrochen.

Falls ich nicht vorher an einen gebrauchten Schlüssel komme, werde ich die Platine mindestens 24 h in destilliertes Wasser legen, zwischendurch bürsten, dann lange trocknen lassen.

Werde berichten.

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Dr.Jones

Ich würde auch mal ganz genau auf schlechte Lötstellen suchen. Zb auch mit ner Lupe.

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Steinkul

Servus Jonas! Lötstelle wäre leicht, sowohl Lupe, wie Fotovergrößerung ergaben keine Fehler.

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spätActiva

Man kann die umprogrammieren ?? :o

Edited by spätActiva

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spätActiva

Danke für den tollen Link - schon dafür hat sic die Nachfrage gelohnt :)

Aber:
Die "Kiekert" sieht so anders aus und hat einen TFK-Chipsatz (Telefunken) - ich glaube, da funktioniert das nicht wie im link beschrieben, würd aber gerne das Gegenteil hören.

Gruß Stefan

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ChristophX2

Moin,

wenn einer schon einen Kondensator mit dem Ohmmeter überprüft und orakelt, daß die IR-LED nicht leuchtet weil ja sonst alees funktionieren müsste, der sollte sich doch lieber mit einer Flasche Rotwein hinter seine Literatur verkriechen und die Fehlersuche den Leuten überlassen, die Ahnung von der Materie haben.

Aber die Themen mit dem Halbwissen von Steinkul sind immer wieder ein Knaller! Wenn auch nicht immer ganz wasserdicht......

Es gab mal eine Fernsehserie: "NUR NICHT NACHMACHEN!"

Apropos wasserdicht: Eelektronische Bauteile sind mit nichten wasserdicht: An den Durchführungen der Anschlußbeinchen kann durch den Kapillareffekt sehrwohl Wasser in das Innere kommen. Da Leitungswasser äusserst agressiv ist, werden die Bauteile sofort zerstört.

Ich habe schon diverse abgesoffene Geräte in der Werkstatt gehabt. Wenn das Gerät nicht sofort den Geist aufgegeben hat, wird es kurze Zeit später an den Folgen Schaden nehmen.

Angenehmen Freitag noch und ein schönes WE!

Christoph

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Juergen_

Das Beste ist dabei noch, dass er so tut, als seien solche Beiträge Wissensvermittlung.

 

(Das war jetzt weder bösartig, noch zynisch, noch überheblich. Ich hab nämlich selber kaum ne Ahnung von Elektronik, halt dann aber auch die Klappe. Man könnte den Tonfall des Eröffnungsposts aber auch noch ganz anders kommentieren.)

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MatthiasM

Hm, ob das so der richtige Thread ist Animositäten anzubringen?

Ich finde der Threaderöffner teilt einfach seine Erfahrungen mit uns. Wem der Tonfall nicht liegt, sollte etwas anderes lesen.

Wer allerdings mit Bauteilen arbeitet bei denen die Anschlusspins nicht flüssigkeitsdicht sind, sollte vielleicht mal den Ball flach halten!  

Für einen Laien stellt sich "er" sich gar nicht so ungeschickt an. Ich zweifele zwar etwa am Erfolg halte ihn aber nicht für ausgeschlossen. Die Waschlauge muss nicht in die Bauteile eindringen um sie zu zerstören. Aber Versuch macht kluch. Und was sagt der Physiker zum Misserfolg? : Was können wir daraus lernen?

Edited by MatthiasM
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Juergen_
vor 7 Stunden, MatthiasM sagte:

Hm, ob das so der richtige Thread ist Animositäten anzubringen? ...

Matthias, da hast du mich aber völlig falsch verstanden. Lies einfach noch mal.

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XM_Boris
Am 21.7.2017 at 10:46 , ChristophX2 sagte:

 

Apropos wasserdicht: Eelektronische Bauteile sind mit nichten wasserdicht: An den Durchführungen der Anschlußbeinchen kann durch den Kapillareffekt sehrwohl Wasser in das Innere kommen. Da Leitungswasser äusserst agressiv ist, werden die Bauteile sofort zerstört.

Ich habe schon diverse abgesoffene Geräte in der Werkstatt gehabt. Wenn das Gerät nicht sofort den Geist aufgegeben hat, wird es kurze Zeit später an den Folgen Schaden nehmen.

Ist das so?

In der Regel vertragen solche Teile schon ordentlich Feuchtigkeit. Ich wasche komplette Mainboards nach dem Löten in Spiritus, um Flussmittelrückstände wegzubekommen (und das nur aus Geiz, weil mir der Reiniger in den Mengen zu teuer ist); andere stecken sie gleich in die Spülmaschine und haben keine Folgeschäden.

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MatthiasM
vor 17 Stunden, Juergen_ sagte:

 Lies einfach noch mal.

Muss ich nicht! Ich verkneife mir (meist) Anmerkungen zu Leuten mit denen ich erhebliche Kompatibelitärsprobleme habe, sofern deren Beitrag trivial ist oder technisch nicht gefährlich. Dein, nur etwas unfreundlicher, Beitrag war aber auch nicht der Auslöser für meinen ;).

Alles gut! :)

Btw: Spiritus= 5-10% Wasser

Edited by MatthiasM

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Steinkul

Ich suche mittlerweile die Platine der Fernbedienung vom Peugeot 605 in deren Foren - "häng dich rein!"

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ACCM Claude-Michel

Hallo Steinkul,

 

ist es die Platine eines XM auf dem Foto oben ? Die von meinem X1 sieht so aus. Habe auch eine von einem XM aber die sieht anders aus.

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TorstenX1

Xm gibt es auch mit Funkschlüssel.

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Steinkul

Claude-Michel, danke für diesen wertvollen Hinweis! Geahnt habe ich das schon. Denn bislang wurden mir 3 Platinen aus der Y3-Serie angeboten, alle unpassend. Vor zwei Tagen fiel mir in einem holländischen Forum ein Schlüssel von einem XM Bj. 95 auf, der genau so aussah wie meiner. Seit etwas fünf Tagen weiß ich, dass die Xantia X1 und der Xm aus der Zeit das gleiche Fernbedienungssystem haben.

Mein XM von 4/94 ist ein Übergangsmodell, eigentlich ist alles Y3, nur der Motor schon Y4 und, was ich vorher nicht wusste, auch die Komponenten der Fernbedienung schon Y4, die dann später wieder verändert wurden (1997 ab Orga 7109).

Heute werde ich den ersten Funktionstest nach der oben beschriebenen Waschreinigungsaktion mit dreitägiger Trocknung wagen.

Edited by Steinkul

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Steinkul

Der erste Versuch mit langem Wasserbad, Reinigung und anschließender Trocknung blieb ohne Erfolg. Kein IR-Signal auf der Smartphonekamera zu sehen. 

Es hat sich wieder erwiesen, gegenüber unserem Forum kann der europäische Rest einpacken. Trotzdem fange ich mit einem Hinweis aus einem französischen Beitrag an, dem XM-Fahrer konnte geholfen werden, ich verzichte auf den Link, weil es an der Registrierung scheitert, gebe aber die Adresse der Firma, die dort erwähnt wurde.

Ich übersetze nichts, weise aber darauf hin, dass man dort mit Auto erscheinen muss, es kostet übrigens immer 47€, egal wie vertrackt die Lage ist:

http://www.telecommandier.com/

Bei uns im Forum findet sich vieles, am besten passt das zum vorliegenden Fall:

http://www.andre-citroen-club.de/forums/topic/105958-xm-y4-v6-zentralverriegelung-reagiert-nicht-auf-fernbedienung/

Bei den Engländer habe ich gefunden, dass es in der 1. Serie zwei verschiedene Infrarotsysteme gibt, Unterlagen zu einem genauen Datum fehlen, vermutlicher Wechsel ab Anfang 92. Hier im Forum gibt es verschiedene glaubhafte Angaben zum Wechsel von IR zu Funk. Der 2.5-er Diesel hatte schon nach den großen Sommerferien 1994 Funk, die exclusive V6-er aber noch Infrarot bis mindestens 5/95, Funk definitiv ab 1996. Ein holländisches Forum gibt innerhalb des Funksystems noch einmal eine Veränderung im Jahr 1997. Ganz besonders irre ist es bei meinem Zwischenmodell von 4/94, also Y3, dort haben die Franzosen die Fernbedienung vom Xantia X1 eingebaut! (Inspektor Steinkul findet aber auch nach 23 Jahren den Täter).

Wichtig ist welches der o.g. Systeme man hat, sie sind nicht kompatibel. Sender und Empfänger können nur innerhalb der entsprechenden Ausführungen zueinander passen! 

Umrüstungen von Infrarot auf Funk ist sowohl hier im Forum, wie auch einem 2.5-er Fahrer in England gelungen.

Was ich anstrebe, die Codierung auf von einer Platine auf eine andere kam hier zur Sprache:

http://www.andre-citroen-club.de/forums/topic/47853-xm-y4-kann-man-den-schlüssel-umprogrammieren/

Obwohl da erfahrene Leute diskutieren, haben sie nach meinem Kenntnisstand keinen richtigen Ansatz. Eines steht zweifelsfrei fest, einen Erfolg kann es nur bei gleichen Platinen geben!

Also Xantianer mit dem X1, gib mir deine Platine, ich verspreche dir Ruhm, Ehre, Unsterblichkeit, falls du zweifelst, du kommst minigens mit aufs Treppchen.

Falls ich die Platine nicht bekomme, steht als nächstes der Wechsel der Diode (dieses Lämpchen vorne), dann des Kondensators an.

Mein normales Lötgerät kann ich dazu nicht nehmen, ich habe eines mit ganz feinen Spitzen, gasbetrieben. Wie bekomme ich das Gas in mein Lötgerät? Zum Baumarkt suchen gehen und von der Sanitär- zur Gartenabteilung geschickt zu werden, um Schlauch und Adapter zu suchen, die sie dann doch nicht haben - ich hasse es!

Früher mit dem silbernen Feuerzeug von unserem Nachbarn, da ging ich zur Lotteannahmestelle, der füllte das Gas ein.  

 

Edited by Steinkul

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Wurzelsepp

Sag mal, hast Du eigentlich auch einen Vornamen ? ;)

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