Reifen Reparieren geht, wenn der Schaden in der Lauffäche ist, und nicht allzu gross. Macht jeder gute KFZ-Betrieb. Mein Citroën-Händler machte das vor Jahren für einen Zwanziger und war dabei so schnell, dass man hätte drauf warten können, inklusive Radrücktausch nach der Reparatur und vorbildlichem Verstauen des Ersatzrades samt Wagenheber am dafür vorgesehenen Platz.
Reifendichtmittel ist aus vielen Gründen die teuerste Variante: Man ruiniert sich damit den Reifen endgültig. Weil man nach dem Dichtmittel mit vermutlich zwangsweise zu wenig Luftdruck fährt, weil keiner mehr den Reifen innen Reinigen wird, weil die Felge innen versaut ist, und es richtig arbeit ist, die von dem Dichtmittel auch nur einigermassen zu befreien.
Die meisten Versicherungen bieten kostenlosen Pannendienst, entweder im Paket oder gegen einen geringen Aufpreis. Falls keine anderweitige Abdeckung solcher Pannen vorhanden, da anrufen. Ich bin der Ansicht, dass Versicherungen nicht alles wissen müssen, aber das ist immer noch besser als Reifendichtmittel.
Dem Pannendienst bitte schon am Telefon mitteilen, dass man kein Ersatzrad hat, und was für Räder auf dem Auto sind. Zusammen mit Marke und Typ des Autos (das ergibt Lochkreis, Einpresstiefe und benötigte Tragkraft) kann so ein Ersatzrad aufgetrieben werden, auch wenns dauern kann.
Ggf. kann man, wenn der Schaden absehbar reparierbar ist, auch gleich einen Transporter bestellen und den Reifen in der Nähe reparieren lassen. So kommt man um den Ersatzreifen herum. Die Reparatur ist schnell, billig und der Reifen danach ohne Einschränkungen wieder verwendbar.
Im vorliegenden Fall eines Scheichenden Plattfusses hätte ich das Ventil im Verdacht. Oft hört man sogar, dass am Ventilfuss Luft ausströmt, oder kanns mit Seifenlauge an den Blasen sehen. Diesfalls: Reifen runter, Ventil entsorgen, neues rein, Reifen drauf, wuchten, fertig. Kostet dann auch nicht mehr als eine Reifenreparatur, und geht auch sehr schnell.