Hallo,
ich habe länger überlegt, ob ich hier zu dem Thema etwas schreiben soll aber nun mache ich es doch.
Da ich mir das Kennzeichen des Wagens ehrlicherweise damals nicht gemerkt hatte besteht auch die Möglichkeit, dass ich jetzt von einem anderen Wagen spreche aber ich denke, es ist schon der hier diskutierte. Das müsste bitte Holger kurz bestätigen. Der Eigentümr den ich meine, heisst Thomas M.
Er hatte sich bei mir über meine Homepage letzten Dezember per email gemeldet, da er eine prinzipielle substantielle Einschätzung zu seinem XM haben und dazu ein paar Kleinigkeiten gerne geklärt haben wollte.
Am 3. Januar diesen Jahres hatte ich den XM bei mir in der Werkstatt. Da es regnete, war für mich eine Kontrolle auf Lackschäden nicht wirklich einfach. Ich stellte aber diverse Lackrisse auf der Motorhaube fest, Ursache unbekannt. Von der gesamten Substanz der Karosserie her war der Wagen aber in einem überdurchschnittlich guten Zustand, solche Sachen wie Schwellerfalze, Rahmen usw. waren einwandfrei.
Auf der Probefahrt fiel zumindest mir zu dem Zeitpunkt an der Automatik nichts Negatives auf. Der Besitzer hatte mir aber im Vorfeld von harten Schaltpunkten berichtet was ich aber, nachdem ich gefahren war, auf seine Fahrweise geschoben habe:
Er fuhr mit recht wenig Drehzahl wohl ungewollt sehr sanft an die Schaltpunkte des Getriebes heran um es dann beim schalten seiner Meinung nach zu schonen. Mit dem Ergebnis, dass das Getriebe dann einfach irgendwann, als der Schaltpunkt ran war, den Gang recht kräftig einlegte. Bei mir und meiner Fahrweise schaltete es aber einwandfrei, sodass ich hier Entwarnung geben konnte. Der ATF-Stand war okay und das ATF klar und ohne unnormalen Geruch.
Das mit dem zittern beim stärkeren beschleunigen war mir auch aufgefallen, ich diagnostizierte ihm ebenfalls eine defekte Antriebswelle rechts.
Das mit den Heizungs- und Lüftermotoren war mir entweder nicht aufgefallen oder es lag noch nicht vor, dazu kann ich also nichts sagen. Genauso verhält es sich mit dem bläuen beim Start. Da ich den Wagen nicht auf der Bühne sondern nur kurz hereingefahren hatte, stand das Hinterteil Richtung draussen, sodass mir das bläuen beim wieder starten entweder dadurch nicht auffiel oder die Sache durch den Regen gleich unterging. Kurz: kann ich nichts dazu sagen.
Hauptdruckspeicher fiel mir auch auf und ich merkte es an, aber das ist für mich normaler Verschleiß und nicht dramatisch, weder vom Arbeitsaufwand noch vom Materialpreis her...
Das mit den Domlagern ist etwas seltsam. Bei mir hatten sie beide einen ausreichenden und zudem gleichen Abstand zum Blech, Rostbefall war auch nicht zu sehen. Das macht es für mich etwas rästelhaft... Was hat der Interessent da gesehen?
Ich diskutierte mit dem Verkäufer noch etwas über einen angemessenen Verkaufspreis da er sich überlegte, den Wagen verkaufen zu wollen. Ich gab ihm eine Preisidee von ca. 3.300,- bis 3.500,-€ mit auf den Weg um dann am Ende bei vielleicht 3.000,-€ plus X zu landen. Denn diese Region finde ich schon aufgrund der stark überdurchschnittlichen Blechsubstanz als absolut gerechtfertigt. Denn die sich mir damals darstellenden Defekte sind ja alles keine wirklichen Dramen und werden durch die Substanz deutlich aufgewogen.
Nun war zunöchst Funkstille, bis mich der Eigentümer am 23.4. anrief und berichtete, dass er u.U. einen Interessenten aus Berlin für den Wagen hätte und ob er diesem meine Telefonnummer weitergeben dürfte.
Ich willigte ein, meine Telefonnummer weitergeben zu dürfen, damit ich dem Interessenten im Vorfeld ein paar Infos zum Wagen hätte geben können. Ich bot sogar an, dass Verkäufer, Interessent und ich uns den Wagen bei mir auf der Bühne gerne hätten anschauen können.
Nun muss ich mich ehrlich fragen:
Hat der Verkäufer meine Nummer nicht weitergegeben oder bekam der Interessent diese doch wie angedacht und hat sich einfach nicht bei mir gemeldet? Keine Ahnung, dazu müsste Holger aufklären wie die Sache letztendlich gelaufen ist.
Ich hoffe, ich konnte etwas zur Aufklärung beitragen und gebe gern weitere Auskünfte.
Grüße
Alex