Ich finde, wie man an der Antwort von Manson schon erahnt, der sein entschiedenes NEIN im nächsten Satz bereits einschränkt, sollte man hier imho nicht schwarz weiß sehen. Maschinen versuchen uns Arbeit abzunehmen. Hätten wir keinen Zündverteiler, der uns die Arbeit abnimmt und müssten wir den Funken noch von Hand schlagen, würden wir nicht weit kommen. aber das sind keine KI's, das sind Maschinen. KI's hingegen sind lernend.
Automatische Geschwindigkeitsbegrenzung mittels GPS bei Beschränkung ist gut. Hätte ich vor Jahren auch drauf getippt, dass das so kommt, aber das bedeutet immer aktuelle Karten, was anscheinend nicht zu erreichen ist. Die Datenmengen, die Fehlerquoten und die Änderungsraten der Beschilderung sind zu groß und die GPS-Genauigkeit auch zu gering. Das Auge zu ersetzen ist aktuell die Entwicklung. Deshalb ist man auf optische Schilderkennung umgestiegen. Die ist effizienter mit einer KI, also einem System, das ein neuronales Netz besitzt und das angelernt wurde. Das heißt, man zeigt dem System so lange Bilder von 30er Schildern bis es das selbst erkennt und wenn dann ein 50er kommt, muss man ihm sagen "Nein". Das ist mit einem Wort "besser" als programmiert, da viel mehr Situationen trainiert werden können, als ein Programmierer jemals programmieren könnte. Das trainieren hört sich mühselig an, aber die Systeme können sich schon selber trainieren, soweit ist man schon. Aber wenn das erste System, also der Lehrer schon Scheiße ist, was sagt das dann über die Schüler aus?
Z.B. Was wenn jetzt ein 47er Schild kommt? Was macht es dann? Das wurde wahrscheinlich nie trainiert, trotzdem darf das Auto dann nicht gleich eine Vollbremsung durchführen. Hier müssen Programmierer wieder ran und sinnvolle Rückfall-Szenarien programmieren. Ein riesiger, spannender, komplexer Themenbereich. Auch fehleranfällig. Hier müsste imho zwingend eine adäquate Zertifizierung der Systeme auf Tauglichkeit stattfinden, anstatt Beta-Software einzubauen und zu sagen. Der Mensch hinterm Steuer hat die Verantwortung.
Ein interessanter Bericht zu KI im Auto ist hier.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/kuenstliche-intelligenz-wie-autos-durch-neuronale-netze-das-fahren-lernen-a-1132759.html
Aber eine kleine Anekdote: Wie wär's mit Geschwindigkeitsbegrenzung bei Glatteis? Auch gut? Wie wär's denn zusätzlich bei Nebel? Auch gut? Wie wäre ein automatisches Bremssystem bei Erkennung von Hunden auf der Fahrbahn? Jetzt fragt Ihr Euch warum jetzt ausgerechnet Hunde? Es passt halt zu folgendem Faux-pas der einer KI in der Bilderkennung passiert ist. Siehe Bilder unten. Eine Google-KI hatte da leichte Zuordnungsprobleme und präsentierte bei der Suche nach Labradoodle-hunden untenstehende Bilder.
Ich gebe zu etwas an der Realität vorbei, denn wann wird einem schon ein Chicken-Wing auf der Straße begegnen. Aber was könnte passieren, wenn man in der Zukunft einer Amazon-Drohne befiehlt eine Portion Chicken-Wings zu holen?