Hier das Konzept des schnellen Brüters mit Natriumkühlung:
https://www.youtube.com/watch?v=KncekYvqyWs
Daran sieht man, dass schon fast so lange an Schnellen Brütern geforscht wird, wie an den normalen Siede- oder Druckwasserreaktoren. Tatsache: Das gab immer Probleme, und zwar mit der Sicherheit, und offensichtlich blieben die bis in die Gegenwart ohne zufriedenstellende Lösung.
Schnelle Brüter haben überall, wo sie erprobt wurden, zu viele und eben auch nicht ungefährliche Störfälle produziert. Superphénix ist nur ein Beispiel.
Soweit ich mich zudem erinnerte, war mindestens einer der explodierten Reaktoren von Fukushima mit MOX-Brennelementen bestückt. (Es war Block 3: https://en.wikipedia.org/wiki/Fukushima_Daiichi_nuclear_disaster_(Unit_3_Reactor)
Es ist also eben nicht so, dass die Dinger sicherer sind, als das, was hier und dort bereits havarierte.
Die Idee eines Natriumgekühlten Reaktors mag bestechend wirken, aber man kann eigentlich nicht empfehlen, in der Nähe so einer Anlage zu wohnen, wenn man weiss, was passiert, wenn Natrium mit Wasser (und es reicht im Zweifel etwas Luftfeuchtigkeit aus) reagiert. Das ergibt eine regelrechte Bombe. Natrium wird in Laboren in der Regel, um es eben von Wasser fernzuhalten, in Petroleum getaucht und verschlossen gelagert. Selbst kleinste Mengen an Natrium mit Wasser zusammen ergeben eine kräftige exotherme Reaktion, will heissen Explosion, und es ist ganz bestimmt nicht schlau, sowas im Umfeld eines Nuklearreaktors haben zu wollen, wenn es dabei nicht um ein oder zwei Gramm, sondern hunderte Tonnen Natrium als Kühlmedium geht.
Selbst wenn Das radioaktive Natrium des Primärkreislaufs nicht direkt auf den Dampferzeuger geführt wird, sondern man einen weiteren Natriumkreislauf dazwischen legt, nimmt das der Sache im Lekagefall nichts von seiner Brisanz.
Eine Natrium-Leckage in einem schnellen Brüter kam schon vor: Beispielsweise in MONJU, Japan, wo je nach Quelle zwischen 700kg und 3 Tonnen Natrium austraten und verbrannten.
https://www.youtube.com/watch?v=axWudT8eEYk
In der Beschreibung ist von 700kg Natrium die Rede;
hier findet man2 bis 3 Tonnen als Mengenangabe: http://www.netzwerk-regenbogen.de/akwi07050102.html
Das war Ende 1995, also sicherlich nicht in einer völlig anderen Zeit, was die AKW-Technologie angeht.
Hier ein zwar polemisches, aber informatives Video zum schnellen Brüter MONJU: https://www.youtube.com/watch?v=3hgGfas0dAU
Dass die Natriumkühlung kompliziert und störanfällig ist, sieht man hier, am SRE, das bereits 1957 erstmals kritisch wurde, und wo 1961 bereits eine partielle Kernschmelze ausgeräumt werden musste, die genau mit der Reaktivität des Natriums zusammenhing, da ein Kohlenwasserstoff als Trennmittel zum Natrium in den Pumpen benutzt worden war, welches dann im Reaktorkern verkohlte und die Hitzeabfuhr behinderte, so dass es zur paritellen Kernschmelze kam (10 von 34 Brennelementen waren so beschädigt, dass sie nicht mehr in einem Stück aus dem Reaktor entnehmbar waren):
https://www.youtube.com/watch?v=cgawvTu9agA
ps: Die Briten hatten auch schnelle Brüter, und auch dort gabs Probleme mit dem Natriumkühlsystem von ähnlicher Art, wie es die Amerikaner auch hatten, schon mit dem EBR I
Hier: https://www.youtube.com/watch?v=Dr-0NL7Pbxo