Man weiß, warum bei Zentralhydraulikern die Handbremse auf die Vorderachse wirkte, und wenn man das mal nutzen muss, ist man da auch sehr glücklich drüber.
Ohne Hydraulik ist eben das Fahrwerk tot, liegt auf dem Boden, ist hart wie Holz, man neigt schon dazu, Gullideckeln auszuweichen oder Bahnschwellen respektvoll gegenüberzutreten. Fehlende Servolenkung macht es nicht einfacher, im Gegensatz zu Fahrzeugen ohne Servolenkung muss man hier eben noch den kompletten Leitungstrieb und Zylinder mit durchkurbeln - es geht eben erheblich schwerer, als ein Fahrzeug ohne werksseitige Servolunterstützung. Größtes Problem ist eben die fehlende Bremse. Wenn man sich eben darauf einstellt, dass der Wagen eben nicht normal bremst, nimmt man - mit gesundem Menschenverstand - automatisch Abstand davon, normal mitschwimmen zu wollen. Und eben da, auch wenn es mal unvorhergesehen brenzlig wird, ist die auf die Vorderräder wirkende, wirklich effekte Hilfs/Hand/Feststellbremse ein wirklich unschlagbarer Vorteil.
Ich sehe das aber ebenfalls so, dass der Großteil der normalen Autofahrer damit erhebliche Probleme hätte, weil da viele Probleme gleichzeitig zusammenkommen, und wie Hendrik schon sagt, man sollte schon wissen, was genau da passiert und was wie wirkt.
Jedenfalls - das System, alle Komponenten zentral zu versorgen, ist dahingehend so gut abgesichert, dass es erstens bei Ausfall lange genug noch sicher genug funktioniert, und wenn man vertraut ist, eben auch bei Totalausfall Notstrecken zurücklegen kann.
Einen dieser defekten Hochdruckschläuche habe ich ebenfalls mal mit Schelle, Leder und aus Skepsis mit Dichtband geflickt. Letzteres ist zwar wirkungslos, aber funktioniert hat es jedenfalls, für die kurze zurückzulegende Strecke.