Tja, weißt Du, es steht halt nicht alles in der BA! Manchmal muss man sich schon seine eigenen Gedanken machen.
Deine Kommentare lassen keinen Zweifel daran, dass Du für meine Argumente nicht erreichbar bist. Macht nichts: Ich möchte alle diejenigen informieren, die wissen wollen, was sie tun können, um so komfortabel und zuverlässig wie möglich einen Citroen mit HP zu fahren. 118 Fahrzeuge mit MoS2 in der Hydraulik zeigen, dass sich in dieser Hinsicht einiges machen lässt. Also werde ich mir natürlich auch diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.
Zur Bedeutung des Restölfilms auf der Kolbenstange
Für die Federzylinder von C5-III und C6 hatten die Besten der Besten die Anforderung hundertprozentiger Dichtheit eingeführt, um auf Rücklaufleitungen verzichten zu können.
Das verschärft die Reibungsprobleme massiv, weil die Dichtungen mit höherer Pressung ausgelegt werden mussten, was zur Folge hat, dass der Restölfilm dünner ausfällt und außerdem im Stand leichter durchbrochen werden kann, so dass die Dichtungen auf einer größeren Fläche direkt auf Metall aufliegen. Dieser Punkt ist für den Verschleiß der Dichtungen immens wichtig: „So ist es ... systembedingt und für die Schmierung des gesamten Dichtsystems absolut notwendig, dass ein Restölfilm beim Ausfahren auf der Stange bleibt." http://kem.industrie.de/allgemein/die-bessere-gewinnt/
Hinzu kommt bei den vorderen Federzylindern dann noch die Schmutzwasserzufuhr, die Wasser und Dreck bis zur Kolbenstange führt. Auch das kann den Dichtungen nicht guttun.
Ein dünnerer Restölfilm kann sich natürlich schneller verflüchtigen. Steht der Wagen über längere Zeit still oder federt ein Federzylinder nach langer Zeit erstmals wieder über einen bestimmten Hub hinaus ein, dann läuft die Dichtung auf der Stange trocken!
Darum ist es so wichtig, den Restölfilm häufig zu erneuern.
Das Herunter- und Herauffahren beim Parken und Wiederaufschließen (und seien es nur wenige Zentimeter) verringert den Verschleiß der Dichtungen, indem das erste Stück des bei Normalniveau ausgefahrenen Teils der Kolbenstange besser mit LDS benetzt wird. Wird dann mal tiefer eingefedert, laufen die Dichtungen über eine längere Strecke auf Öl und können den Restölfilm auch im Bereich dahinter wieder erneuern, ohne gleich wegen Trockenlaufs zu kapitulieren.
Fährt man den Wagen alle paar Wochen mal ganz herunter, laufen die Dichtungen niemals trocken.
Weitere Optionen:
MoS2 verringert die Reibung zwischen Kolbenstange und Dichtungen, das verlängert die Lebensdauer weiter
Wer dann noch die Schmutzwasserzufuhr abstellt, hat wirklich alles für ein langes Leben der Federzylinder getan