Ich habe meine eigene Ansichten leider nicht beherzigt und daher viel zu viel Geld für meinen C6 ausgegeben. Daher schreibe ich, wie ich das eigentlich machen würde, wenn ich gelegentlich auch mein Gehirn beim Autokauf einschalte:
suche ein möglichst billiges Exemplar, das durchaus Mängel aufweisen kann, aber möglichst gesund zu sein scheint. Schönheit kann nebensächlich sein. Sammle damit Erfahrung, keine noch so ausgiebige Probefahrt kann einen Ersatz für das Rumgurken im Alltag bieten. Wenn dann immer noch der Wunsch nach C6 besteht, verrudere die Kiste und halte Ausschau nach einem besseren Exemplar oder behalte den ersten als Teileträger.
Hohe Anschaffungskosten, ein komplettes Scheckheft und ein ansehnlicher Pflegezustand sind nett, aber keine Garantie für ärgerfreie Fahrt. Ich habe mich vorschnell zum Kauf hinreißen lassen, weil es dem Hund offenbar so gut im Beifahrerfußraum gefallen hat . Spaß...
Ich fahre das Auto im Alltag, weil es fraglich ist, wie lange man so einen Diesel überhaupt noch fahren darf und weil es zu befürchten ist, dass diese Autos mit all dem Plastiknippes und Elektronikgeschwurbel nur ein begrenztes Alter erreichen. Die Nichtverügbarkeit von Ersatzteilen kann viel gravierender ausfallen, als bei anderen Fahrzeugen mit deutlich höheren Stückzahlen und soliderer Qualität (nicht unbedingt C6-spezifisch, eher dem Zeitgeist geschuldet). Für den XM ist es schon schwer, gute Standlichter zu finden. Beim C6 wird das noch viel schwerer werden, Ersatz für z.B. die Blinkerlampenfassungen zu bekommen, die schon bei regulärem Birnchenwechsel gerne kaputt gehen.
Ein Zweitfahrzeug für schönes Wetter wäre mir zu riskant. Das stände bei mir vermutlich mehr rum, als ich Spaß dran hätte. Man muss ja auch an seine Mitmenschen denken und das elend langweilige Bild auf den Straßen durch regelmäßiges Einsetzen des C6 ein wenig auflockern.