Der Eindruck mag v mir erweckt werden, das mag sein, doch arrogant wie ich bin, halte ich mich für den letzten übrig bleibenden Demokraten, wenn alle anderen sich bereits gefügt haben werden. Frieden ist nur möglich, wenn jeder frei ist, das geht nur über Demokratie.
Zum zweiten Punkt verweise ich auf Dirk Ippens neoliberales Blatt den "Soester Anzeiger", der heute Morgen den aktuellen Gesundheitsminister sprechen lässt, dass die Beiträge zur Pflegeversicherung 2019 statt um 0,3% um 0,5% steigen könnten. Ein schlüssiges Konzept für die Beitragszahler u Pflegebedürftigen liegt leider noch nicht vor. Warum kündigt die oberste Gesetzgebung nun schon eine Erhöhung der Erhöhung an? Sorry, das ist nicht meine Interessenvertretung, denn mich hat er nicht nach meinem OK gefragt, bestenfalls die des CDU Wählers, der macht (vielleicht) alles mit. Meine Ansprüche haben sich verringert, ich bin desillusionierter als Du, da ich viel mit meinen Benachteiligten beim Doc abhänge; insofern stimme ich Deinem Satz 100%ig zu, vermutlich anders als es Dein Anliegen meint.
Beispiele:
Der stille, beinahe ohne (in seiner Freizeit) soziale Kontakte inzwischen depressive junge Mann kommt über Weihnachten in die Klinik wegen Schizophrenie. Kriegt letztlich Dope u wird nach über zwei Monaten entlassen. Der enzige, der ihn regelmäßig besucht und abgeholt hatte, war ich; sein gesetzlicher Vertreter war nie da, hatte ihn aber eingeliefert, da der Arbeitgeber sich gesorgt hatte. Der behandelnde Arzt, Typ zerstreuter Prof, leises Stimmchen, v jeder Schwiegermutter als alleine lebensuntüchtig eingeschätzt - mein Vorurteil, ja - hetzte ihm die Caritas zur Medikamenteneinnahme tägl ins Haus, obwohl ich ihm als direkter Kontakt, der Sebastian seit über 10 Jahren kennt und begleitet, gesagt hatte, dass das unnötig sei, der kann das mit Sicherheit völlig selbständig.
Wer hat nun Ansprüche und verursacht Kosten? Der Arzt mit Caritas Kooperatin, vermute ich u auch die Pharmaindustrie.
Die Mama, steht ebenfalls unter Betreuung die nie auftaucht, dafür hatte sie bisher ein Scheißleben, hatte ich inzwischen dreimal für über ne Std am Handy, in der sie sich nur über die Gängelei, das Anfurzen und den Ton beklagte. Die Caritas Leitung, sehr nett, mir bekannt, rief So Abends um 22.00 Uhr bei meiner Frau an (geht's eigentlich noch?) - die kennen sich über den Volleyball privat- , wie ich denn Sebastians Dope zur Freizeit vergessen könnte u warum ich die Caritas nicht informiert hätte. Lapidare Antwort: Nicht mein Job. Alternative: Freundlich respektvoller Umgang mit Betroffenen, vielleicht kriegen die unter enormen Druck u Stress stehenden Mitarbeiter dann im intimsten Bereich, in den sie zwangsläufig eindringen und die Privatshäre massiv stören, was mit. Sebastian ist ohne Dope nicht ausgetickt, warum auch, ging ihm ja gut. 2 Tage später waren die Pillen per Post da und guck, er konnte sie ohne Caritas Hilfe selbständig einnehmen.
Nächstes Beispiel: Ab Jan 2017 wurden zusätzlich unterschwellige Betreuungsleistungen der Pflegekassen zur Förderung und Begleitung nach §43 des Sozialgesetzbuch XII v 200 € pro Monat auf 125 € gekürzt. Jetzt heißen die "Unterstützung im Alltag". Wer bitte kann von 125 € für seinen gesitig u oder körperlich behinderten Angehörigen eine Dienstleistung einkaufen, die den Alltag, der Monat hat 22 davon, unterstützt? Auto, also Anfahrt, Stdlohn, Verwaltung (Abrechnung etc).
Lass mal einen ökonomisch schwachen nicht Kfz Eigener zum Facharzt, 30, 40, 60 Kilometer entfernt aufbrechen...
Du verstehst, dass ich mit Dir bei der veränderten Verteilung völlig d'accord bin. Ich kann auf Wunsch noch weitere Lieder singen, wird dann, Du schriebst es oben schon, einseitig.
Herzlich
Wolfgang