Ich sage dazu:
Ich würde gern mal die Protokolle derjenigen Vorstandssitzungen bei PSA sehen, in denen die Einführung von DS als eigene Marke und die Verkleinerung von Citroen beschlossen wurde. Ich verstehe das nämlich überhaupt nicht, was nicht wundern muss, ich bin ja kein Experte für den Automobilmarkt. Aber die Leute müssen ja doch schon sehr sehr starke Argumente gehabt haben, denn die Neueinführung einer Marke ist eine Herkulesaufgabe, vor allem in einer Automobilwelt, die auf Konsolidierung, nicht auf Expansion von Marken ausgerichtet ist. Wenn man nicht gerade ein revolutionäres Produkt hat (Tesla) oder einen extrem langen Atem (Lexus), dann gibt es doch eigentlich gar keine historischen Beispiele aus der jüngeren Zeit, die eine erfolgreiche Markeneinführung oder Revitalisierung dokumentieren. Ach, naja, vielleicht Bugatti? Aber verdienen die damit Geld?
Was also waren wohl die starken Argumente, die die Damen und Herren Manager dazu gebracht haben, anzunehmen, dass sie eine neue französische Luxusautomarke etablieren können? Dass gerade DAS ihnen gelingt? Dass das sogar mit Sicherheit viel besser gelingt, als an die luxuriöse und exaltierte Tradition bei Citroen anzudocken? Namentlich wie inhaltlich? Was war wohl das geplante Alleinstellungsmerkmal? Gestepptes Leder und Armaturen im an Mercedes angelehnten Star-Wars Design? Ist DAS Pariser Chic?
Meine persönliche Intuition: Das wird schwierig, sehr schwierig. Und schade ist, dass PSA das DS-Entwicklungsgeld nicht in die Weiterentwicklung extrem komfortabler Autos der oberen Mittelklasse investiert, die obendrein auch noch elegant aussehen.