Das kann ja auch am Bekanntenkreis liegen. Du Glücklicher!
Ich schrieb aber weder von Deinem, noch von meinem Bekanntenkreis, sondern von einem Durchschnitt über ganz Deutschland.
Ich zitiere mal hieraus: https://www.wiwo.de/politik/deutschland/rassismus-jeder-fuenfte-in-deutschland-ist-auslaenderfeindlich/9990304.html :
Die Studie wurde 2014 gemacht, ich denke, die Situation hat sich seither nicht verbessert.
Wer Ausländer "ablehnt", ist rassistisch, denn er bezieht sich nicht auf das Individuum, sondern ganz pauschal auf eine Gruppe einer bestimmten Herkunft.
Die Entnazifizierung hat teilweise versagt. Ich nenne mal nur Filbinger und Kiesinger. Ein paar hundert andere findet man in dieser Liste: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_tätig_waren
Genau, ich wiederhole mich: wenn jemand Sinti, Roma und Muslime generell ablehnt, dann macht er das aufgrund des Aussehens und der kulturellen Zugehörigkeit. Klassicher Rassismus.
Latent bedeutet für mich: vorhanden, aber [noch] nicht in Erscheinung tretend; nicht unmittelbar sichtbar oder zu erfassen (Duden)
Inzwischen tritt der Rassismus immer mehr in Erscheinung, aber noch nicht bei 20% der Bevölkerung. Wir nähern uns aber den 20%. Wer AfD wählt, unterstützt Rassismus.
Den klassischen Kolonialismus gibt es wohl nicht mehr, aber den modernen. Ich möchte nicht bewerten, welcher schlimmer war oder ist, aber Afrika leidet heute noch an den Folgen des klassischen Kolonialismus und leidet immer noch an aktueller Ausbeutung von Ressourcen und Arbeitskraft. Ich war oft genug in Westafrika, um das hautnah zu erleben. Afrika wird nicht mehr auf die Füße kommen. Und das zu einem großen Anteil wegen unseres Reichtums. In der Vergangenheit und heute.
Und warum beteiligst Du Dich dann an dieser Diskussion? Ist Dir langweilig?
Martin