Da widerspreche ich vehement, und zwar aus eigener Erfahrung.
Die brutalsten Rassisten sind Kinder, und zwar dann, wenn die Eltern keine Chance haben, korrigierend einzugreifen. Und sie sind so rassistisch, dass das auch so bleibt. Heisst, die Bälger wissen haargenau, dass das, was sie da tun, bekämens die Eltern und Lehrer mit, sanktioniert würde. Heisst, es würde mindestens missbilligt.
Nein, ich rede nicht vom Ausländer vermöbeln. Ich rede von dem, was man heute Mobbing nennt, was diesen Namen zwar noch keine 20 Jahre hat, aber schon so alt ist, wie Schulhöfe selber und noch weit älter.
Richtet sich, wie Rassismus, gegen jeden, der nicht so ist wie die meisten anderen. Gegen jeden, den man nicht kennt, den man irgendwie nicht versteht.
Heisst nicht Rassismus, funktioniert aber nach der gleichen Mechanik. Immer auf die Minderheit, immer auf die, die keine oder kaum eine Lobby haben und immer so, dass die Opfer sich nicht wehren können.
Und das ist umso schlimmer, je jünger die Kinder sind, also je weniger Erziehung wirken konnte.
Heisst nicht, dass man Menschen nicht auch zum Rassismus erziehen kann. Aber ein Erziehungsprodukt ist er eben nicht zwingend. Ein reines solches schon gar nicht.