Bilanz 2018:
Gefahren: 33.272 km
Benzin verbraucht: 3265 L
CO2 Freigesetzt: 7607 Kg (Entspricht 600-700 Bäumen, die ich hätte pflanzen müssen. Das ist irgendwie deprimierend )
Slalom Wettbewerbe: 1
Runden Nordschleife: 0
Als Transporter bei Umzügen: 6
Länder befahren: 6
Reisen auf ADAC-Schlepper: 1
Insgesamt also ein Wettrennen zwischen dem geschäftig-Vielbeschäftigtem und der von Zeit und Verschleiß beanspruchten Masse aus Blech, Plastik, Gummi, Glas und seltenen Erden die sich Xantia V6 Activa nennt, mit der schlussendlichen Erkenntnis, es handele sich eher um ein am-Leben-halten (also der Bewahrung des Status Quo) als einem kontinuierlichen Verbessern hin zu einem Wunsch-Zustand. Wozu also alles hier akribisch festhalten? Die Zeit wird ja für andere Dinge gebraucht. Stattdessen gibt es ein paar Eckpunkte ab Juni.
Und was so alles kaputt gegangen ist dieses Jahr... Diverse Spannrollen am Keilriemen, Heizungskühler, Hauptdruckleitung, Wassereintritt hier und da, Kühlwasserausgleichsbehälter/Sensor, Radlager. Noch nicht alles endgültig behoben.
Highlights:
Im Juni ist ne ganze Menge passiert. Zunächst begann die Umzugssaison und der erste war der Eigene. Wir haben beide ganz gut geschleppt. Kurz darauf war es Zeit für den mönchengladbacher Slalom. Letztes Jahr etwas belächelt, dafür dieses Jahr mit umso mehr Ehrgeiz angegangen.
Illustres Starterfeld
Die Gruppe der Starter in unmodifizierten Fahrzeugen mit hohem Leistungs/Gewicht Verhältnis war von 4 auf 2 geschrumpft. Mein direkter Konkurrent war ein Hyundai i30N Performance. 275PS, Allradantrieb, elektronsich einstellbares Fahrwerk & Differential, Slickbereifung und auf dem Anhänger angeliefert. Wirklich glücklich waren wir da beide nicht mit. Aus den Fehlern des letzten Jahres hatte ich gelernt. Das Fahrwerk funktionierte etwas besser, mehr Reifedruck, nur 5L Benzin im Tank, neue Lenkeinheit. Im schnellsten Lauf gab das eine Steigerung von 4 Sekunden im Vergleich zum Vorjahr => Super Happy, war ein guter Lauf!
Im Endergebnis hat der Hyundai mir dann auf 4:08 Fahrzeit 15 Sekunden abgenommen. Oder anders gesagt: knapp 3,5 Sekunden auf eine Minute Fahrzeit. Da war ich dann ziemlich zufrieden und die Zuschauer waren auch beeindruckt. Sind tatsächlich ein paar Leute danach zu mir gekommen mit Glückwünschen. Am Ende Platz 66 von 90 Starter.
Das Ziel fürs nächste Jahr ist ganz klar: Ein Lauf unter 2:00. Vielleicht sogar ein Gesamtergebnis unter 4 Minuten?
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Der Juni brachte dann noch ein letztes, überraschendes Ereignis. Bei einem Tankstopp auf Heimatbesuch stand da ein Gen2 Toyota MR2. Noch während Benzin in Xantia läuft rüber gegangen. Kein Kennzeichen, etwas schmutzig, kein Preisschild. Aber 100% original, nichts verbastelt und kein sichtbarer Rost. Das sieht man auch nicht alle Tage.
Zurück zum Xantia, die Freundin wartet im Auto...
"Siehst du den blauen Toyota da drüben?"
"Ja, ist mir auch schon aufgefallen. Voll süß"
"Der sieht auf den ersten Blick total gut aus... Ich geh jetzt rein und kaufe den"
"Mach das!" => Gesagt, getan.
Eine Woche später, Probefahrt absolviert. Der Wagen wurde von der Tankstelle im Auftrag verkauft, die Besitzerin war vor Kurzem unglücklicherweise verstorben, die Erben können nix damit anfangen. Der Wagen ist tatsächlich super gepflegt, nur im Sommer angemeldet gewesen, zuletzt 2 Jahre nicht gefahren und deutlich unter Marktpreis gekauft. Der Juni ist mein Glücksmonat
Der Clou ist: Der Wagen ist ein US Import und einer der allerersten Gen2 MR2. 1990 gebaut, 1991 als Neuwagen importiert. Wollte die Dame einen Sommerwagen mit Tempomat? Ich habe keine Ahnung, aber er ist hier, wurde in 28 Jahren 65.000 Meilen bewegt und ansonsten gehegt und gepflegt. In der US Variante gibt es den 2.2L 5F-SE Motor mit entspannten 132PS, Drehzahl und sportliches Fahren liebt er nicht so sehr. Eher an einem sonnigen Tag mit offenem T-Top über Landstraßen.
Lustiger Nebeneffekt: In dieser Variante fahren in DE Schätzungsweise 20-30 Exemplare. Dagegen ist der V6 Activa ja Mainstream.
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Anfang Oktober waren dem Xantia die Strapazen des Jahres wieder deutlich anzumerken. Ein Pfeifen aus dem Motorraum kündigte den Exitus einer weiteren Spannrolle an, die Motorleistung unter 4000rpm war mittelmäßig, das morgendliche Warten auf die Stop-Leuchte dauerte mittlerweile 40 Sekunden und vorne Links zeugten Vibrationen vom Wunsch nach einem neuen Radlager. Aber irgendwie keine Zeit sich um alles zu kümmern und in Bielefeld einen verlässlichen Schrauber finden... Das gibt es doch gar nicht!
Es kam wie es kommen musste. Auf einer Reise zur Frankfurter Buchmesse platzt im Messe-Parkhaus die Hauptdruckleitung. Immerhin hatte ich ein paar Stunden berufliche Beschäftigung Zeit, über Lösungen nachzusinnen. Immerhin waren es nur etwas über 100 Km in die Pfalz... So hab ich mich dann von einem Kollegen zum nächsten Citroen-Händler fahren lassen. 60€ in LHM investiert, aufgefüllt und ab in den Süden. 70Km hat es noch gereicht, dann war Endstation.
34 Km bis zu Torsten, das liegt auf den Kilometer genau in dem genehmigten Abschleppradius. Glück im Unglück!
Und den Mann kann man nicht genug loben! Hat er doch eigenhändig eine Hauptdruckleitung nachgefertigt:
Richtig saubere Arbeit und bisher hält sie Einwandfrei. Danke Torsten!
Um den Aufenthalt in der Pfalz richtig zu nutzen, gab es noch ein neues Radlager, neue Keilriemen-Spannrolle, ein funktionierendes Schiebedach und zwei besonders schöne Dinge: Zum ersten Mal eine funktionierende Tankuhr & einen von mir lang gehegten Wunsch.
Warum hat der V6 oft so wenig Leistung unterhalb der 4000rpm? Im Februar hatten wir ja den Klopfsensor als logische Ursache identifiziert und Gedanken an eingelötete Widerstände verschwendet. Ein älterer Post hier im Forum hat dann von Masseproblemen des Sensors und dessen Verkabelung gesprochen.
Das hat Torsten dann mal umgesetzt und die Verkabelung aus dem Kabelbaum gelöst sowie eigenständig verlegt.
Das Ergebnis ist ganz bemerkenswert. Immer gute Leistung, gutes Ansprechverhalten, kein Leistungssprung bei 4000rpm. Jeden Tag, seit drei Monaten. Ich glaube wirklich, das Problem ist gelöst.
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Das macht natürlich Lust zu fahren, also wurde kurzerhand ein Roadtrip geplant. Das Motto: Baltische Weihnachtsmärkte. Könnte man nicht mit dem Xantia bis nach Riga fahren und auf dem Weg in Lübeck, Rostock, Danzig, Kaliningrad, Klaipeda, Vilnius, Warschau und Dresden den Glühwein verkosten? Irgendwie klang das in unseren Ohren nach einer brillanten Idee.
Und so haben wir es dann auch gemacht.
Dirty, dirty in Polen
Leicht nervös an der russischer Grenze... Lassen die uns rein?
Autobahnauffahrt nach kaliningrader Art.
Kurische Nehrung
Lettland!
Typische polnische Autobahnraststätte
Schnee und Eis in Litauen
Hat er alles super gemacht, keine Pannen Auf den größtenteils recht üblen Straßen hat es lediglich den Sensor aus dem Kühlmittel-Ausgleichsbehälter vibriert
Quick Fix
Bin gespannt as das nächste Jahr bringt