Damit hast Du schon gut zusammengefasst, worauf es ankommt: Ausprobieren bei einer Probefahrt und dann nach Bauchgefühl entscheiden, ob Du mit diesem Fahrgefühl und Fahrverhalten die nächsten paar Jahre klarkommen könntest oder nicht. Wie Dein Auto fährt, muss letztlich nur Dir gefallen. Was irgendwelche Tester davon halten, ist völlig wurscht. Du musst in Deinem Alltag damit zurecht kommen, nicht sie.
Meine eigene Erfahrung aus den letzten Jahren ist, dass mich harte Fahrwerke auf längeren Strecken nerven. Ich hatte mal einen BMW E46 mit dem werkseitigen M-Fahrwerk und 18-Zöllern. Tolles Auto, mit dem ich im Alltag viel Spaß hatte und der meinem aktuellen C4 Picasso z. B. beim Innengeräusch und den Sitzen um Klassen überlegen war. Sowie ich aber mehr als 200 Km am Stück fahren musste, ging mir das ewige harte Federn wirklich auf die Nerven. In dem Punkt wäre weniger Härte besser gewesen. Serienfahrwerk und 17-Zöller hätten ein wirklich großartiges Reiseauto daraus gemacht. Beim C4 Picasso dagegen muss man aufpassen: Beschleunige ich sehr stark, fängt er beim Kuppeln an, in Längsrichtung (von der Vorder- auf die Hinterachse) zu schaukeln. Das ist auch nervig, aber ich kann es vermeiden, in dem ich mit den Pedalen einfach nicht so hektisch umgehe. Damit passt das für mich. Ein rumpeliges Fahrwerk dagegen ist rumpelig, da kann ich nicht viel machen. Es gibt zu viele Fugen und Löcher, die sich nicht umfahren lassen.
Ich habe damals abgewogen und mich für Federungskomfort statt Härte entschieden, weil ich viele lange Autobahnstrecken fahre. Ich habe die Entscheidung noch nicht bereut, aber man kann halt nicht alles haben.