Grüß Euch, Freunde!
Nachdem ich bislang immer nur gefragt und gefragt habe, kann ich mich nun ENDLICH mal revanchieren, in dem ich von der Reinigung des Dieselpartikelfilters meines C 5 (I) Break berichten werde und damit vielleicht eine einfache und unkompliziertere Methode vorstelle, als ich sie durch Recherchen auch außerhalb unseres Forums bis jetzt kennen gelernt hatte.
Der Anlaß zur Reinigung war, daß meine Frau und ich gestern es nur mit Mühe und Not nach Hause geschafft haben, weil der Filter nun "endlich" fast ganz zu war und der Motor immerwieder mit Verschlucken aus ging.
Leider war es mir bis Heute weder möglich, herauszufinden, WELCHES Eloys ich für meinen C 5 brauche, noch wo, zum Teufel, ich das Zeug einfüllen muß...!
Egal! Jetzt hab ich dank des gereinigten Filters wieder etwas Zeit gewonnen, hoffentlich DOCH irgendwann fündig zu werden.
Nun aber zu meinem Bericht:
In allen drei Anleitungen, die ich bis dato zur Verfügung habe hieß es, man muß den Katalysator zusammen mit dem Rußfilter ausbauen und dann erst beide voneinander trennen.
Dabei wird in 2 der 3 Anleitungen gesagt, man brauche (solle) den Kat nicht auch reinigen.
Wenn man aber den Kat und den Filter als Einheit ausbauen m-ö-c-h-t-e um sie dann zu trennen, gibt es aber ein Problem, das ich auf dem ersten Bild zeige:
Rechts unten auf dem Photo seht ihr einen Querträger, der verhindert, daß man die (Überwurf-) Schelle, die den Kat mit dem motorseitigen Abgasrohr verbindet, öffnen kann. (Zumindest, wenn man "nur" über einen "haushaltüblichen" Werkzeugsatz verfügt.)
Seltsamerweise wäre Platz genug, die Abgasreinigungseinheit werksseitig um 15 bis 20 cm nach hinten einzubauen, um dieses Problem erst gar nicht zu produzieren. Da haben die Konstrukteure einen Bock geschossen.
Ärgerlich, aber jetzt auch egal.
Ergo hab ich einfach ausprobiert, ob ich den Filter nicht durch Lösen der Verbindungen 1 bis 3 (a bis d) ausbauen kann.
Dazu benötigt man aber einen Satz Maulschlüssel, einen Halbzoll-Nußkasten mit je einer langen und einer kurzen Verlängerung zwischen Nuß und Knarre, einen breiten Schlitzschraubendreher, eine Wasserpumpenzange und Furchtlosigkeit.
Ach ja..., eine dritte und vielleicht vierte Hand sind auch von Vorteil. Ein Nachbar/Kumpel hilft, die letzte Voraussetzung zu erfüllen. Ein Bier oder zwei dazu macht das ganze noch angenehmer.
Hmmm..., das Hochdruckgerät zum Durchspülen hätt' ich ja fast vergessen!
Ein üblicher Wasserschlauch würde eventuell auch reichen, aber dann dauert das gründliche Reinigen sicher eine Stunde.
Das Dürchsprühen sollte auf jeden Fall von beiden Seiten erfolgen, und gaaanz nah, auch wenn Ihr dann versaut seid... Ihr werdet schon sehen, warum. Glaubt mir einfach.
In Folgenden beziehe ich mich auf die Nummerierung dieses ersten Photos.
Hier seht ihr die Verschraubungen 1 und 2, die zu lösen sind (von der anderen Seite):
Ich denke, es ist besser, die Verschraubung der seitlichen Leitung (1) als erstes zu öffnen, da auf dem nicht flexiblen Rohr eine gewisse Spannung liegt.
Eben wegen dieser Spannung empfehle ich dringend, beim späteren Zusammenbau NACH der handfesten, lockeren Verschraubung von 2 und den vier 3ern die 1 als erstes wieder rrrichtig fest zu ziehen, denn sonst besteht die Gefahr, daß das Feingewinde verkantet und man mit dem Schlüssel das Ganze schief zusammenfügt.
Klüger ist diese Vorgehensweise zweifellos.
Kommen wir zum nächsten Bild:
Hier seht Ihr den Flansch zwischen Katalysator und Filter (3a bis d).
Die unteren beiden Verschraubungen, 3a und 3b, bestehen aus 6-Kant-Schrauben. Die oberen Verbindungen, 3c und 3d, bestehen aus Muttern, die auf Schraubbolzen gedreht werden.
Das ist insoweit sinnvoll, als beim späteren Wiedereinbau der Filter oben ganz bequem eingehängt werden kann und unten dann die Schrauben problemlos eingefädelt werden können. Ein Lob an die Konstrukteure.
Ein kleines Problem gibt es aber, und dazu ist die 3. und ggf. 4. Hand des Nachbarn/Kumpels von Nöten:
Der Flansch, dessen Überwurfschelle, die ich vorher mit Hilfe der Wasserpumpenzange und des Schraubendrehers (zum Auseinanderzwingen) abwerfen konnte, steckt gut 5 cm ineinander.
Wenn alle Verschraubungen gelöst sind braucht man wirklich Hilfe um den hinteren Teil des Auspuffs weiter nach hinten zu zwingen, um diese Überlappung der Verrohrung einmal auseinander zu schieben und später wieder zusammen setzen zu können.
Ja, und das ist dann das Ding, das ausgebaut ist:
Alle Photos bisher sind NICHT von mir, sondern sind Ausschnitte aus Photos einer Anleitung einer anderen Person. Ich bitte den Autor, dessen Name und Webadresse mir nicht (mehr) bekannt ist, um Verzeihung und um Verständnis. Ich denke aber, das geht wohl in Ordnung, weil ich ja schließlich mit der Verwendung der Bilder, bzw derer Ausschnitte, keine kommerziellen Interessen verfolge, sondern nur helfen möchte. Wenn ich nicht ganz irre, ist der Urheber sogar ein Mitglied dieses Forums.
Ich empfehle im Übrigen den Filter guuut austropfen zu lassen und ihn sogar, am dünnen Ende gepackt, einige Minuten hin und her zu schleudern. Der Wiedereinbau ist dann ein gutes Stück weniger eklig.
Und zu guter Letzt:
Das bin ich nach getaner Arbeit (Photo von: die beste Freundin unserer Tochter, die mich SO einfach knuddelig fand und unbedingt dieses Photo machen wollte. )und Ihr seht, wir haben es mit Ruß zu tun.
Daher empfehle ich jedem, der das macht, und kein Brillenträger ist, eine Schutzbrille zu tragen!
Ruß ist auch einigermaßen klebrig... also... naja... ich muß zugeben ich hab es vergessen: eine Staubschutzmaske ist sicher nicht verkehrt.
O.k., ich bin Raucher, meine Lunge ist eh' nicht mehr die Frischeste...!
So!
Ich hoffe, ich habe mit diesem Beitrag nützen können, denn im Prinzip ist diese Anleitung wohl nicht nur für den C 5 (I) hilfreich, wie ich in Netz festgestellt haben zu können glaube.
Euer Max
(Und, nocheinmal, seht mir bitte nach, daß es nicht meine Photos sind. Danke)