Ich denke auch, man sollte sich nicht so über die DUH aufregen. Die haben nichts anderes gemacht, als gegen die Nichteinhaltung von Grenzwerten zu klagen. Gut, ob man es jetzt gut findet, wenn ein Unternehmen im großen und ganzen nur existiert, um irgend welche Leute für irgend einen Scheiss ab zu mahnen, möge jeder selber entscheiden. Es gibt diverse Unternehmen, deren Geschäftsmodell ich für zweifelhaft halte. Das fängt z.B. bei der Rüstungsindustrie an......
Viel wichtiger in dem Zusammenhang finde ich die Frage, warum die DUH überhaupt irgend etwas zu klagen hat. Da sollte man doch ansetzen. Die Hersteller haben sich jahrelang den Schadstoffausstoß so hin gebogen, bis das KBA genickt hat. Warum wundert sich jetzt irgend jemand, dass die Umweltbelastung in der Fahrpraxis anders aussieht als auf dem Prüfstand? Die Messstellen stehen teilweise so, dass es quasi zu einer Grenzwertüberschreitung kommen muss. Es wird in einer Auto freien Innenstadt eine Überschreitung gemessen und die Autos sind die Schuldigen..... Wir sprechen über Fahrverbote, die nur nach dem Kriterium der Schadstoffeinstufung ausgesprochen werden. Ohne Sinn und Verstand. Wenn wir über die Feinstaubbelastung reden, sollte man mal schauen, welche Fahrzeuge davon den größten Ausstoß haben. Es sind bei den Dieseln die Euro 5 Fahrzeuge und bei den Benzinern die Direkteinspritzer (gerne auch mit Turbo). Welchen Sinn macht es in diesem Zusammenhang die Euro 3 und 4 Diesel oder Euro 2 Benziner zu verbannen? Genau gar keinen. Man verbannt diese Fahrzeuge und wird sich nach kurzer Zeit wundern, warum die Feinstaubbelastung nicht gesunken ist. Da sich ja nun nicht jeder ein Neufahrzeug leisten kann oder will, würde es in der Praxis doch so aussehen, dass die Leute auf die gebrauchten (ach so sparsamen) Direkteinspritzer Benziner ausweichen würden. Und das hätte was zur Folge? Rischtisch - die Feinstaubbelastung steigt.