Ich unterscheide zwischen Religion, Kirchen bzw religiösen Organisationen, und Gläubigen, ich schere nicht alle gläubigen Menschen über einen Kamm. Ich bin auch mit gläubigen Menschen befreundet, obwohl ich diesen Glauben in keinster Weise nachvollziehen kann, aber das kann ich auch bei dem Musikgeschmack oder den Frisuren mancher Menschen nicht. Darüber zu urteilen steht mir nicht zu. Die meisten religiösen Menschen die ich kenne ziehen etwas Positives aus ihrem Glauben, helfen aus diesem Ansporn heraus, spenden, engagieren sich, egal ob Muslim oder Christ oder Pastafari. Das ist das, was der einzelne Mensch aus seiner Religion macht.
Trotzdem finde ich Religionen pauschal voll Moppelkotze, und jeder Gläubige sorgt ein bisschen mit dafür dass die Religion existiert, die ein paar Irre als Vorwand zum Töten nehmen. Als blonder, blauäugiger Norddeutscher sorge ich ja auch ein bisschen mit dafür dass Höckes feuchter Traum von der Herrenrasse überhaupt existiert.
Zum Islam. Ich hasse den Begriff "Islamisten". Das sind Terroristen, wenn man das immer direkt mit der Religion die diese Menschen als Grund vorschieben verknüpft, ist es als ob man ihnen zustimmt, wenn sie sagen dass der Islam das so vorsieht. Und es färbt auf alle Muslime ab, es sorgt dafür dass unsägliche Begriffe wie "Eurabien" oder "die Islamisierung des Abendlandes" auf fruchtbaren Boden fallen, jahrelang vorbereitet von Medien. Terror ist Terror und hat nie eine Rechtfertigung, ob Breivik, Kreuzzüge oder schwarze Witwen. Und nebenbei wäre die geeignetste Strategie Terror zu bekämpfen, solchen Anschlägen möglichst wenig mediales Echo zu geben, um Nachahmer zu verhindern. Wird bei Suizid eigentlich auch so gehandhabt. Aber Leid und Terror zieht ja, bringt Auflage und Reichweite...
Gruß Jole