Kurz Vorweg, meine Handbremse funktioniert seid Sonntag zu 90% und seid heute zu 100%.
Was habe ich alle gemacht?!
Erstmal den Aktor ausbauen.
Hier für habe die die zwei Halter die rechts und links davon sitzen mit je zwei Schrauben ausgebaut. Zwei Schrauben sieht man direkt wenn man auf den Aktor schaut. Die anderen zwei sind oben auf dem (ich nenne ihn mal) Achskörper. Die kann man nur ertasten. Sind alle 4 Schrauben los kann man die Halter mit den Bolzen auf dem Gehäuse des Aktors ziehen.
Stecker nicht vergessen. Jedes Bremsseil ist noch mal mit einer Schelle seitlich vom Aktor befestigt. im Bereich der Radaufhängung geht jedes Bremsseil durch eine Plastiköse und diese Öse ist an einem Bauteil (Ihr merkt, ich bin nicht vom Fach ;-)) eingehangen. Das aushängen der Seile an den Bremssätteln nicht vergessen.
Das Seil für die Notentriegelung muss auch raus.
Hierfür muss auf der Beifahrerseite die Unterbodenverkleidung zum Teil gelöst und vorsichtig nach unten gebogen werden. Ich habe mehrere Spreitzclips und eine Mutter gelöst. Dann sieht man schon ein Einführung ins Fahrzeuginnere.
Nun hoch zur Mittelkonsole. Die Ziehhilfe für die Notentriegelung (bei mir Gelb) muss demontiert werden. Ich habe keine Ahnung wie ich es geschafft habe, aber.... man muss an dem Seil ziehen und gleichzeitig das Ende des Seils hochdrücken. Diese Ziehhilfe, in der das Seil eingehangen ist, hat einen Niepel der das Seil in der Führung hält.
Ist das Seil frei, habe ich mir einen Zugdraht daran befestigt um beim Rückbau keine Schwierigkeiten zu bekommen. Ich glaube im nachhinein hat man es nicht gebraucht. Das Seil ich in einem Rohr gut geführt.
Das Gehäuse öffnen.
Das öffnen des Gehäuses war echt schwer. Es gibt einen kleinen auf der "oberen" und einen großen Deckel auf der "unteren" Seite. wir müssen den großen Deckel öffnen. Hierfür habe ich einen handelsüblichen Haartrockner genommen. So ein Heißluftföhn hat mir zu viel Bums. Das dauert zwar länger aber dafür ist es sicherer ;-)
Die Eigentliche Reparatur:
Wenn wir nun in das Gehäuse gucken sehen wir einen kleinen E-Motor, ein Getriebe im weißen Gehäuse, eine Hülse die durch das Getriebe gesteckt ist, in dieser Hülse ist eine Spindel und eine viereckige Mutter. Diese Mutter verhindert das man das Seil weder mit der Diagbox noch mit Ziehen auch nur einen Millimeter bewegt bekommt.
Zwei Dinge sind passiert, durch das nicht eingehangene Seil beim betätigen der Bremse hat der Motor die Spindel komplett in die Hülse eingefahren (1. Fehler) und zweitens die Mutter aus einer Führung geholt (2. Fehler). Daduch das die Führung Eckig und die Mutter Eckig ist finden sie nicht alleine zueinander.
Also, erstmal die Mutter lösen, dann die Große Überwurfmutter vom Seil lösen, dann kann man das Bremsseil drehen und man dreht dadurch die Spindel raus. Die Mutter wieder in die Führung stecken und weiter am Seil drehen. Jetzt konnte man die Hülse im Getriebe hin und her schieben.
Ich habe mit der Spindel ein wenig "gespielt" ich habe den Aktor so zusammengebaut, dass beide Bremsseile (rechts und links) verbunden waren und ich genügen Spiel zu einhängen an den Bremssättel hatte. Bei mir war dies der fall als die Hülse ca. 5 Millimeter im Getriebe "verschwunden" war.
Deckel mit Silikon verklebt und festgeschraubt. Ich hatte noch ein Loch auf der anderen Seite des Gehäuses, die viereckige Mutter hatte ein Platsikteil abgebrochen und den Boden beschädigt. Also Achtung, alle Kleinteile raussuchen. Dieser Schaden hat bisher keinen Einfluss auf die Funktion der Bremse. Wichtig ist das es wieder zu gemacht wird damit kein Wasser rein kommt.
Nun wieder alles Retour :-)
Jetzt habe ich den gefühlt 30x die Reinitialisierung der Bremse (nach dem ziehen der Notentriegelung) durchgeführt und Plötzlich ging die Bremse wieder. *stolz bin* :-D
Der Rückrollstopp und die Automatische Bremse funktionieren allerdings er seid Heute da die Fehler gelöscht werden mussten.
Nun habe ich die nächsten Arbeiten zu erledigen....aber dazu in einem anderen Thread mehr....
Ich hoffe ihr konntet alles nachvollziehen.