Ich muss sagen, dass ich beim C6 die größten Zweifel habe, ob da überhaupt noch jemand durchblickt. Der Wagen ist so komplex, dass ein normaler Volkschulabgänger vermutlich an seiner Obergrenze arbeitet, wenn er ein Federungssystem in all seinen Eventualitäten aus- und wieder einbauen soll. Die Komplexität computergestützter Kontrollsysteme ist bei 30 - 40 Fahrzeugtypen und -untertypen die Quadratur des Kreises. Da müsste man fast an der Uni studieren. - Ich habe als Student 3 VW Käfer und einen 2 CV selber auseinander gebaut und die Kupplung repariert. Das war möglich. Aber heute, würde ich keinen Handschlag mehr am C6 machen können. Denn irgendwo schlummert ein Kontrollgerät, ein Computer oder ein Sensor, der Böses riecht. Und gegen den hat man keine Chance. Man müsste dazu die feinsten Interna der Steuergeräte kennen und verstehen. Das fällt ja den Meistern schon schwer. Wie soll ein normaler Monteur absehen können, was genau später zu einem Ausfall führen wird. Der kennt das Auto kaum. - Die Mondflüge von Apollo Raumschiffen waren sicher noch etwas komplexer. Aber im Grunde das gleiche Grundmuster. Man bräuchte Experten in der CIT Garage. Aber die kann keiner bezahlen. Also muss der Lehrjunge ran.
Bei aller Kritik an hohen Arbeitslöhnen. Aber wenn ich mir die Niederlassung in SB so ansehe, wie groß das Gelände ist, wieviel Leute da rumlaufen, .... dann müssen dort gehörige Löhne gezahlt werden und auch Mieten. Neuwagen, Gebrauchtwagen stehen da zu hunderten rum. Das kostet ja auch alles ein Schweinegeld.
Klar, ein 2 CV war billiger in der Reparatur. Ein C6 ist im Prinzip ein Raumschiff. Die NASA muss ja auch von was leben.
Immerhin: ich kann beim Warten auf mein Auto so viele, frische Croissants essen, wie ich will, so viel Kaffee trinken, wie ich will - und auf schönen Polstersesseln Zeitschriften lesen. Das gab es früher nicht. Alles im Preis drin.
zurigo