Ja, das sind schon Zustände. In vielen Berufsfeldern arbeiten hier Ausländer für einen Hungerlohn, fernab von ihrer Heimat. Alle paar Wochen im vollgestapelten Kleinbus hin- und hertransportiert, damit sie für ein paar Tage die Familie sehen können. Da kann sich kaum ein Arbeitgeber erlauben, einen heimischen Arbeitnehmer angemessen zu entlohnen - ich sehs bei vielen in meinem Umfeld. Und auch ich muß - als "Rohstoffkuli", wie mein Vater zu sagen pflegte - mit meinem Betrieb wie die meisten anderen auch mit der internationalen Konkurrenz leben. Die kann natürlich durch günstigere Rahmenbedingungen billig produzieren, und nach Europa exportieren. Niedrigen Energiekosten sei Dank. Jetzt nix falsch verstehen, ich schiebe den schwarzen Peter hier einzig und allein der Politik zu. Andere Länder machen es besser!
Traditionelle Berufe sterben aus, da lange Zeit nicht beworben, höhere Akademikerquote, schlechte Gehalts- und Stellenaussichten etc. Nur als Beispiel: Finde heute mal jemanden, der sich mit Sanierung von Gebäuden alter Bauweise (Bruchstein/Lehm) auskennt.
Da wundert es nicht, daß für die Ausbildungsberufe oft nur "schlechte Leute" übrigbleiben. Vor allem die kleineren Betriebe haben damit zu kämpfen. Aber das liegt, siehe oben, unter anderem an geringerem Gehaltsniveau usw. - die "Guten" gehen fast alle studieren oder zu großen Unternehmen.
Und, Yvonne, die Rente würd ich auch gerne loswerden. Sollen die ihren Murks doch ohne mich machen. Das ist aber leider nicht möglich in diesem Land.