Niemand verwehrt irgendwem ein Wasserstoffauto. Es ist halt einfach bloß so, dass man dafür tiefer in die Tasche greifen wird müssen - sowohl in Anschaffung als auch Betrieb, als für das Batterieauto. Das ist ein simpler Marktmechanismus, keine Bosheit der E-Auto-Befürworter. So günstig kann Wasserstoff aus erneuerbaren Energien nicht hergestellt werden, dass er billiger wäre, als den Strom direkt ins Auto zu laden. Dafür sorgen selbst bei Nutzung von billigem Überschussstrom (den ich in der notwendigen Dimension für einen Mythos halte) die aufwendige Transportlogistik, die teure Tankinfrastruktur und die abenteuerliche Ineffizienz.
Also völlig abgesehen davon, ob es energetisch ineffizient ist oder nicht, natürlich wird es eine gewisse Anzahl an - meist wohlhabenderen - Menschen geben, die in Zukunft mit Wasserstoff fahren werden. Die meisten PKW werden aber mit Akku kommen - weil es billiger in der Herstellung ist, billiger im Betrieb ist und deutliche Vorteile drum herum hat (Heimspeicher, Netzregelung, lokal emissionsfrei, frei wählbarer Energielieferant, Ressourcenwiederverwendung, etc. etc.).
Dass heute noch Leute einen Diesel kaufen, wird in 5-10 Jahren vorbei sein, wenn die Preisparität bei der Anschaffung erreicht ist. Das Model 3 ist jetzt schon deutlich besser vom Preis-/Leistungsverhältnis als ein vergleichbarer Diesel (sowohl in der Anschaffung als vor allem im Betrieb) und sobald mehr Modelle mit 50kWh-Akku aufwärts am Markt sind, werden die Leute auch bei kleineren Fahrzeugen kein Problem mehr damit haben umzusteigen.
Bleiben nur noch die verbissenen Tanker, die meinen, ohne einen Tankschlauch geht es nicht.