Ich habe das eben hinter mir, für den TÜV, vorne links war die Freigängigkeit der Bremse eingeschränkt. Habe mir bei autodoc einen Reparatursatz mit Kolben gekauft, ca 25 €. Ich bin kein Automechaniker, deshalb beschreibe ich nur, wie ich es gemacht habe, wer es nachmacht auf eigene Gefahr.
Bremsbeläge raus, dann ganz leicht auf die Bremse, bis der Kolben rausflutscht. Dann Bremssattel ausgebaut, kann mir nicht vorstellen daß der Rest im eingebauten Zustand zu machen ist. Staubmanschette abgerissen, Vorsicht, man muß noch den alten Blechring, an der die Manschette gehangen hat, auch raushebeln. Innere Dichtung im Zylinder raus. Der alte Kolben hat noch sehr gut ausgesehen, ohne Riefen und Rost. Ich hab mirs gespart, den zu zerlegen, um die inneren Dichtungen zu erneuern.
Innere Dichtung neu rein.
Bei der Staubmanschette hab ich mir zuerst auch gedacht, daß die mir da die falsche mitgegeben haben. Die alte war viel länger. Aber das kommt daher, daß sie ziemlich ausgenudelt war. Sie soll ja anscheinend dafür sorgen, daß sich der Kolben leicht zurückzieht, um die Bremse freizugeben.
Also hab ich die neue reingemacht. Muß man ganz vorsichtig und gerade einpressen, sonst ist sofort der Blechring der Manschette kaputt. Der schwierigste Teil war dann, den Kolben wieder zu installieren. Zuerst muß die Staubmanschette über ihn drüber, mit der Vorderseite, die sich dann in die Nut einfügt, nach außen. Ich hab ein bißchen LHM auf den Kolben gegeben, und ganz vorsichtig mit 2 kleinen stumpfen Schraubenziehern die Manschette drübergezogen. Sie geht am Anfang noch nicht in die Nut des Kolbens, erst wenn er schon meistens reingedreht ist. Dann reindrücken und drehen, damit der Kolben über die innere Dichtung rutscht und weiter, bis er das Gewinde gefaßt hat. Das merkt man daran, daß er sich nicht mehr rausziehen läßt. Man sieht von außen nicht, ob da alles in Ordnung ist, aber wenn der Kolben sich dann gegen etwas mehr Widerstand reindrehen läßt, scheint es auch mit der inneren Dichtung in Ordnung zu sein.
Zuvor hatte ich noch die Abdeckkappe der Handbremsmechanik getauscht, da war auch eine neue dabei, und die Mechanik ordentlich eingefette und am Schluß wieder einen Kabelbinder drüber.
Und dann hatte ich einen Blackout. Ich hab die zwei Gummis der Führungshülse rausgerissen, ohne dann den kleinen Blechrand rauszuhebeln. Damit gingen dann die neuen Dichtgummis nicht drauf, ich hab es solange probiert, bis sie kaputt waren. Erst dann wurde mir klar, wie das geht. Mußte dann noch ein paar Tage warten, bis Ersatz da war. Vorsichtig eingepreßt, da kann man auch gleich wieder so ein Ding zerschießen als Grobmotoriker, gefettet und den Sattel wieder installiert
Neue Bremsscheiben und Klötze eingebaut, entlüftet, alles dicht zur Nachprüfung beim TÜV, ohne Mängel wieder heim.
Viel Vergnügen
Alf