Hallo zusammen!
Ich hab mich nun auch endlich mal durchgerungen meinen Xantia Activa V6 zu posten.
Viele von euch haben ihn schon gesehen oder zumindest von ihm gehört. Gekauft wurde er in Oberhausen, wo ich zusammen mit meinem Vater (viele von euch haben ihn schon gesehen oder zumindest von ihm gehört) hingefahren bin.
Vor dem Kauf und der Überführung die erste Probefahrt: Bockelhart, etwas lahmarschig, Auto steht schief, Reifen versteinerte Relikte der Kreidezeit, bremst nur noch vorne etc. pp. - das Übliche halt. Alles halb so wild, damit rechnet man. Und genauso auch mit den anderen Dingen, die da noch so anfallen werden. Positiv: Den Heizungskühler hat der Vorbesitzer erst tauschen lassen! Puh, darauf hätten wir auch ehrlich gesagt keinen Bock gehabt.
Dann die Überführung: Rein ins Auto, Zündschlüssel drehen - nichts - hilfesuchend zum Verkäufer umgedreht... aber der hatte schon die Haustür geschlossen und war weg. Dann halt wieder Starthilfe. Merke: bei Tankstopps Motor laufen lassen. Abgesehen davon und der nicht funktionierenden Heizung, mitten im Winter, war die Überführung unproblematisch.
Dann kam erstmal eine kleine, verdiente, Pause. Ein Jahr lang stand er nur herum und niemand hatte so wirklich Lust auf ihn. Bis ich dann im Juli 2016, während meines Kroatienurlaubs, die Nachricht vom Papa bekam (Gedächtnisprotokoll): "Den Roten da kannste haben."
Direkt am Tag nach meiner Ankunft zurück in der Heimat haben wir uns dann auch schon ans Werk gemacht. Die erste Station war der Heizungskühlertausch. Weil heizt nicht, ist undicht. Außerdem hatte das Armaturenbrett einen Riss...
Diverse Kreuzschlitzschrauben, abgerissene Halterungen, falsch verlegte Kabelstränge, defekte Stecker, gerissene Kabel, vergessene Schrauben später dann das (erste) Sahnehäubchen: Aufgrund fehlender Schrauben und abgerissener Halterungen hielt das Armaturenbrett selbstverständlich nicht. Also was dachten sich die Jungs die da vorher dran gebastelt hatten?
"WIR SCHWEIẞEN ES FEST!"
Jupp, sauber.
Und wie schweißt man Kunststoff? Schwierig. Deshalb bohrt man vorher Löcher in des Armaturenbrett und schraubt mithilfe von Spax-Schrauben eine Blechlasche rein; diese lässt sich dann wunderbar schweißen.
Naja, was kann noch passieren? Dass die falsche Lenkung (undzwar die kleine aus dem 1,8er) eingebaut ist? Blödsinn. Der AFS-Zylinder falsch angeschlossen ist, für überflüssig befundene Schläuche einfach weggelassen oder versteckt wurden? Stehbleche, die normalerweise vor dem hinteren Stoßfänger angebracht sind, ohne ersichtlichen Grund einfach fehlen? Achwas.
In vielen Punkten war man sich nicht sicher, ob der KM-Stand nun stimmen kann oder doch gemogelt wurde. (Warum sollte der Karren nach 130tsd Km einen neuen AFS-Zylinder, vorne, gebraucht haben?)
Aber trotz allem, der Wagen sah von unten gut aus (bis auf einen durchgerosteten Schweller), der Motorraum war sauber und der Innenraum hatte auch das ein oder andere Goodie zu bieten wie zum Beispiel vollelektrische Ledersitze mit funktionierender Sitzheizung. Ich glaube das wars aber auch schon .
Hier noch eine kleine Liste mit allen Arbeiten die vor der ersten Fahrt getätigt wurden
Etwas zu detailliert in manchen Punkten eventuell, dafür fehlen bestimmt auch einige andere wichtige Dinge .
Nach 22 Tagen Arbeit fuhr er das erste mal und diverse Lecks und andere Verschleißteile (welche sich erst durch die Bewegung bemerkbar machten) später, ist er nun so zuverlässig wie es nur geht.
Seitdem wird er nur noch besser (bis auf den Lack...). Tempomat, geschweißter Schweller, schöne Felgen, Chiptuning, neuer Dachhimmelstoff,... Und der Lack ist dann auch irgendwann mal dran.
So (oder so ähnlich) steht er nun da. 185tsd.
Grüße, Anton