Politisch aktiver werden. Ja... Nur zweifle ich an, daß das was bringt (oben schon geschrieben).
Zu den "Fähigkeiten" der Politiker mal eine kleine Anekdote.
Disclaimer: Die Personen und die Handlung dieser Gesichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.
Eines Winters konnte das Räumfahrzeug (Multicar) nicht ausrücken, da defekt. Reparatur nicht ganz günstig. Also wurde per Eilantrag beschlossen, das Ding zu verscherbeln und ein Neufahrzeug anzuschaffen. In der Zwischenzeit mussten die Landwirte halt ein paar Extraschichten zum Räumen + Streuen der Gemeindestraßen einlegen.
Im darauffolgenden Jahr wunderte ich mich, warum auf den Rad- und Wanderwegen überall die Brennesseln 2m hoch wucherten. Auflösung: die Anbaugeräte des verkauften Multicar wie zB der Mulcher passten nicht an das neue Fahrzeug. Also musste da ebenfalls neu investiert werden.
Fazit: Es wäre wesentlich günstiger gekommen, das alte Fahrzeug instandsetzen zu lassen. Oder wenigstens beim Kauf eines Ersatzfahrzeugs auf Kompatibilität mit den vorhandenen Anbaugeräten zu achten. Soviel zur Weitsicht und Kompetenz in der Politik.
Ich kümmere mich da lieber selber. Ja, ich verpeste als konventioneller Landwirt auch die Umwelt, das lässt sich nicht leugnen. Durch spätere Aussaatzeitpunkte und weitere Maßnahmen kann ich aber mit deutlich geringerem Einsatz an Chemie produzieren. Beispielsweise komme ich meist mit einer Fungizidbehandlung im Winterweizen aus, wohingegen meine Nachbarn eine Strategie mit drei (+/- 1) Fungizidbehandlungen fahren. Allerdings hat das für mich auch deutlich geringere Ertragserwartungen und somit niedrigere Deckungsbeiträge und folglich weniger Gewinn zur Folge.
Zusätzlich habe ich mittlerweile ein Sechstel meiner Ackerfläche aus der Produktion genommen - eine Fläche die insgesamt 27 Fußballfeldern entspricht. Und nein, ich habe dafür keine Extra Fördergelder beantragt - alles aus meiner Tasche. Die Flächen sind Waldrändern / Bachläufen gelegen. Dort wurden hauptsächlich blühende Arten ausgesät. Wahnsinn, was dort gerade alles drin herumkrabbelt und flattert.
Meine Meinung: Selber was tun! Sonst ändert sich nix. Auf Politiker - oder besser generell andere Menschen - kann man sich nicht verlassen. Und wenn es so kleine Dinge sind, wie Hecken anzupflanzen, die blühen und Früchte tragen (bei mir Weißdorn und Kornelkirsche), oder den Rasen nicht überall runterzumähen sondern auch mal was blühen zu lassen.
Ansaat einer der Blühflächen