Vor Weihnachten klebt der kleine Junge am hell erleuchteten Schaufenster mit der aufgebauten Miniaturwelt und ihrer faszinierenden elektrischen Eisenbahn.
Fantasie, Sehnsucht, Wünsche; verheißungsvolle Träume.
Das große, gläserne Gewölbe der Eingangshalle mit seinen tausenden eisern gerahmten Fenstern steht auf filigranen Stahlträgern und bekennt eine architektonische Ästhetik im Verbund von Technik und Fortschrittsglauben. Die Epoche genussvollen Reisens, der Hauch von Fernweh mit dem Aufbruch ins Unbekannte ließ den Fahrgästen das Warten auf Ankunft und Abfahrt trocken und abgeschirmt gewähren. Zahlreich die kommenden und gehenden Gleise mit vielen Weichen und Kreuzungen, zig Signale rot und grün leuchtend; zahllos die Motive und Ziele der Passagiere in täglich etwa 1200 Zügen.
Kommen und Gehen unter dieser Visitenkarte der Großstadt Köln; heute das Tageslicht gedämpfter am grauen Novembermorgen.
Kleiner Punkt, endlich, größer werdend; gewohnter Einheitsbrei verblassend hinter der besonderen Erscheinung.
Das Versprechen der Exklusivität wird souverän gehalten; elegantes Elfenbein, komplementär vom karminroten Dunkel abgesetzt. Stilvolles Nahen, nonchalante Einmaligkeit, größer werdende Imposanz.
Sanfter Halt, brausende Lüfter, die Form aus dem Windkanal hält lässig Schnelligkeit und garantiert mühelose Kraftentfaltung.
Das As in den Quartetten; mit der Karte konnte schlecht verloren werden: über 10000 PS und 200 km pro Stunde, nur der japanische Hokaido lief mit 250 schneller. Das Flaggschiff aus den Siebzigern, die leistungsstärkste Lokomotive von der Bahn in Deutschland je eingesetzt und weltweit die stärkste Einteilige; die Sechsachsige für den gehobenen Reisezugverkehr. 145 Stück ab 1970 in Betrieb, Intercity Schnellläufer für über 30 Jahre. 350.000 km pro Stück pro Jahr, bestehender Rekord mit 50.000 km in einem Monat und 283 km/h nur durch ein geändertes Getriebe sind ebenfalls Rekord.
Lumpig wenige 8 österreichische Fernreisezugwagen sind angekoppelt, planmäßig, heute, 44 Jahre später. Planmäßig heißt offiziell ausgewiesen, viele Fotoapparate mit älteren Bedienern Ein-, Aus- und Vorbeifahrt festhaltend, viele Stative.
Smalltalk bei der Übergabe, dann die zwei Meter überm Schotter in den Führerstand. Übersichtlich, funktionale Schalter, kein Schnickschnack, keine flimmernden Infos. Helles Industriegrün, Einheitsfarbe der 70er an fast allen Metallen, selbst die Grundierung der Bundeswehr leuchtete in dem Farbton. Das babykopfgroße Relais wird hingelegt: „Kannste noch selber, ohne zeitaufwändig Störungsprogramme wie beim ICE abspulen.“ Zwei alte Schreibtischstühle nicht im Boden verankert; die Lehnen lassen sich aus Platzmangel nicht neigen, keine Kniefreiheit; Lachen: „ Die ersten hatten nur Drehschemel mit Holz, Arbeitsplatz, dann wurden die Stühle rein gezwängt.“ Die Fahrgäste vom „Rheingold“, „blauem Enzian“ und wie die Nobelzüge sonst noch kinderkarnevalistisch bezeichnet wurden, hatten es da deutlich bequemer, 2 Klassen Gesellschaft eh und je. Faszinierend die vielen eng beieinander liegenden Schlitzschrauben des Frontscheibenrahmens, durch den der Blick nach draußen über die sich verjüngenden Stahlstränge nur eine Richtung kennt.
Fernsprecher Abstimmung mit dem Zugführer, Uhrzeit, Blick aus dem Fenster nach hinten, Wink, langgezogener Pfiff. Aufschalten der Leistung, unmerkliche Bewegung, langsam, dann Schrittgeschwindigkeit, kontinuierlich schneller werdend mit weicher und ruckfreier Beschleunigung. Viele parallele Gleise, nebenher fahrend und entgegenkommende Züge bei der Ausfahrt aus Köln; das gemächliche Tempo erlaubt Voyeurismus auf Hinterhöfe, Fenster und Balkone von mehrstöckigen Häusern. Die Bewohner nehmen das dauernde Stahlräderstakkato hoffentlich kaum noch wahr.
Den Takt überfahrener Gleisverbindungen hat Arlo Guthries „City of New Orleans“ 1972 sehr schön als Untermalung und seine Zeile „This train got the disappearing railroad blues“ ist der wunderbare Abgesang.
Ursache für den heutigen Einsatz zweier im Schnitt nach 30 Jahren und Millionen von Kilometern verschlissener Loks ist Habgier, sachlicher formuliert, die „Bahnreform“ mit Gründung der „Deutsche Bahn AG“.
Nach 120 Jahren in staatlicher bzw. öffentlich rechtlicher Regie war die Institution Reichs- und Bundesbahn nicht nur verlässlicher Arbeitgeber (teils Beamtenstatus) auf Lebenszeit, sondern besaß riesige Wohnungsbestände, große prachtvolle Filetgrundstücke in den Herzen aller Städte, besonders begehrenswert in den Metropolen, hatte eine eigene Bank und lebte Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter; sie war Staats- oder besser Volkseigentum, gehörte nur uns, dem Steuerzahler.
Das änderte sich ab 1991 auf Anraten des Aasgeiers Roland Berger und seiner Unternehmensberatung aus God’s own country, die Birne, pardon Kohl, veranlasste, bis 1997 seinen „Freund“ Heinz Dürr, auf Privatisierungskurs zu schicken; „privare“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet ins Deutsche übersetzt „berauben, befreien“.
Heinz Dürr war und ist Mehrheitseigentümer der Dürr AG, dem laut Eigendarstellung „weltweit führenden Anbieter von Lackieranlagen für die Automobilindustrie“. Er wurde 1980 Chef des Elektrokonzerns AEG; unter seiner Führung musste AEG 1982 Insolvenz anmelden und wurde zwei Jahre später von Daimler übernommen. Heinz Dürr blieb Chef der Sparte AEG und rückte zugleich in den Vorstand der Daimler AG auf.
Unter seinem Vorsitz, die Bahn war jetzt AG, wurden 51% der Arbeitsplätze abgebaut (215.000), 10% des Schienennetzes gestrichen und sein Jahresgehalt von 290.000 (DM oder € weiß ich nicht) um 175% erhöht. Er vertickte mehr als ein Dutzend Großbahnhöfe an gefräßige Immobilienspekulanten und halbierte die Gleisanschlüsse. Letzteres ist besonders bitter, aber sehr effektiv, da die wichtige wegbrechende Struktur den Güterverkehr eben nicht leichter auf die Schiene brachte, trotz albern beschwörendem Umweltgeschwamel und dem Gesülze von Verkehrs-, Umwelt- u sonstigen Ministern. Dem „Daimler“ als weltweit größtem Lkw Hersteller waren die feisten Schenkel vom vielen Lachklopfen sicher schön rosig und gut durchblutet. Dürr war auch Gründer und Treiber des Milliardengrabs (für uns Steuerzahler) Stuttgart 21.
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Nachfolger wurde Johannes Ludewig von 97 – 99. Der baute die Mitarbeiter nur noch um 10 % und die Industrieanschlüsse lediglich um 16,9% ab; seine Bezüge stiegen glücklicherweise dafür auf 950.000, also um 19%. Unter seinem Management fiel das größte Unglück der deutschen Eisenbahngeschichte mit 101 Toten und 88 Schwerverletzten in Eschede. Privatisierung heißt nämlich selbstverständlich auch, behördliche Aufsicht deutlich zu reduzieren und weiter, durch primär wirtschaftliche Interessenvorgaben, Warnungen von Fachleuten in den Wind zu schlagen und in diesem Fall einen für Hochgeschwindigkeitszüge völlig ungeeigneten Radtyp mit Radreifen, die bisherigen „Monobloc“ aus einem Stück, ersetzen zu lassen. Inzwischen und stillschweigend laufen die ICEs wieder mit Ganzstahlrädern und der ICE 884 Wilhelm Conrad Röntgen gar nicht mehr. Ludewig konnte übrigens nix dafür (war vom Vorgänger eingestielt) und er hatte Stuttgart 21 klar als unwirtschaftlich eingestuft.
Sein neun Jahre wirkender Nachfolger Hartmut Mehdorn, eine blendende SPD Kanzler Beziehung, schob Stuttgart 21 (2009) wieder an und die Verschuldung der Bahn AG durch teure Zukäufe in 130 Ländern als Global Player für den Steuerzahler in deutlich höhere Sphären. Dafür kassierte er 2007 lumpige 2,975 Millionen € an Bezügen. Die Air Berlin (Pleite) von 2011 bis 13 und der dolle Hauptstadtflughafen BER bis 2015 tragen auch seine kompetente Handschrift: Steigende Preise bei sinkenden Leistungen.
Rüdiger Grube (danach knapp acht Jahre im Amt) war Vertrauter von Jürgen Schrempp, (psssst: Daimler,) und mit diesem Vertreter der heute kritisierten und, och, wieder beendeten „Welt-AG“. Im Jahr 2016 hatte er mit Boni Gesamteinnahmen von über 2,4 Millionen Euro brutto, dazu kamen 2,25 Millionen Euro Abfindung für seinen Ausstieg bei der Bahn und richtig nett, gibt‘s auch noch fast 900.000 Euro als Pensionsrückstellung.
Richard Lutz, aktueller Bigboss, hat 2018 1,8 Millionen eingestrichen, wobei, bei diesem leider schmalen Salär, 30% weniger als im Vorjahr in neue Züge und den Infrastrukturausbau investiert werden konnten.
Was hat die vollmundig beworbene Privatisierung zum Wohl des Steuerzahlers und der Reisenden gebracht? Etwa mehr Güter zwecks Verkehrs- und Umweltentlastung auf die Schiene? Ha, haha, hahaha.
Pünktlich wie die Bahn? (Gröhl)
Die Pünktlichkeit im Fernverkehr der Deutschen Bahn AG – die ohnehin extrem fragwürdig bemessen wird (nur Züge, die mehr als 5 Minuten und 59 Sekunden verspätet unterwegs sind, werden als „unpünktlich“ registriert) – lag bereits 2017 deutlich unter 80 Prozent (offiziell bei 78,5 Prozent). Sie liegt im ersten Halbjahr 2018 nochmals niedriger (offiziell bei 77,5%). In Österreich liegt diese Quote trotz der engeren Definition (5 Minuten sind die strikte Grenze) bei 85 Prozent. In der Schweiz bei nochmals kundenfreundlicherer Definition (es gilt eine Drei-Minuten-Schwelle) liegt die Pünktlichkeitsquote bei 95 Prozent. In Japan erreichen die Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge Pünktlichkeitswerte von 99 Prozent. (Dort in 15 Sek getaktet.)
In Spanien ist der Talgo um die Hälfte billiger, in F hat der TGV eigene Gleise u in der CH gibt’s zum Fernverkehr perfekte passende Nahverkehrsanschlüsse.
Will nun der arme und gestresste Unternehmer, ob mittelständisch oder Konzern vorstehend, seine überaus wichtigen Wirtschaftsforen in den erstklassigsten Foyers diverser Luxusetablissements der Metropolen au(s oder f)suchen, wird er wohl auf den max. 1 Jahr alten (Abschreibung, Abschreibung) Bonzenboliden zurückgreifen; lieber den Chauffeur im Stau ankac… anstatt auf zugigen Bahnhöfen seine Beine … Für die Hungerleider stellt sich die Frage, welcher Arbeitgeber ist jeden 5. Tag über das Zuspätkommen seiner Belegschaft begeistert? Dann die doch lieber in den Stau gehetzt und Dieselfahrverbote. Und Inlandsflüge gibt’s umweltsconend schon ab 19, - €. Wer fährt denn da noch Bahn? Deppen, notorische Optimisten, Rentner, Leute ohne Führerschein, die keine andere Wahl haben. Wir wahren Füchse nun wirklich nicht. Geschickter kann Marketing nicht umgesetzt werden und so zeigt sich erstklassiges Management (von manus = Hand, agere = führen) oder an der Hand Politiker mit klangvollem Namen führen: Matthias Wissmann (CDU) bis 98 Verkehrsminister, dann Cheflobbyist der Automobilindustrie (ach nee, wirklich?), Müntefering (SPD) bis 99 (Rente erst ab 67), Tiefensee (SPD) Kommission Agenda 2010 verweigerte den Waffendienst in der NVA - Donnerwetter, Ramsauer u Dobrindt nun von der CSU als PPP (Public-private[wir erinnern uns? privare = berauben]-Partnership und Mautpäpste. Zu Scheuer fällt Euch selbst was ein.
Was hat’s für den Nahverkehr bei mir auf dem Dorf gebracht? Leider nix, seit 75 die eingleisige Strecke ohne Personen, die Busse abends nach Meschede und zurück gestrichen, die Kids in Mamis SUV zur Schule falls Kohle da ist, sonst proppenvoller Bus mit Niedriglohnkutscher, Akzent und Migrationshautfarbe. Für die Ferne? S. o.; erinner mich an Hannover, als von 4 ICEs 3 mit Verspätung angezeigt wurden. Meiner bei Abfahrt pünktlich, in HH, nur ein Pubs (fürn ICE) entfernt, waren 30 Minuten Verspätung mit dabei und ein nervig laut schlagendes Rad oder Lager der akustische Begleiter.
Der gehorsam burgeoise CDUCSUSPDFDPund GRÜNEwähler hat es richtig gemacht, besser lassen sich Interessen in unserer Vorzeigedemokratie nicht vertreten.
Das Rheintal ist eng, die Fernzüge teilen sich die wenigen Gleise mit dem Nah- und teilweise dem Frachtverkehr, die Zugfrequenz ist (zu) hoch und die vor uns laufende S-Bahn hält an jeder Milchkanne. Die Bahnsteige werden gerade saniert, die Verspätung nimmt ständig zu. „Das ist doch den Verantwortlichen bekannt, wozu dieser Fahrplan?“ „Image; ICE hat schnell zu sein, erst recht auf dem Papier.“
Nicht mehr lange bis Stuttgart und endlich, endlich darf sie. Der Fahrdienstleiter hat grünes Licht gegeben, die Krücken haben Platz gemacht und die Tachonadel wandert stoisch rechtsrum. 160, 180, keine Mühe; 5 Promille Steigung mit 300 Tonnen Anhängelast waren Anforderung, 600 Tonnen später die Regel. Dafür fängt‘s immer mehr an zu schlingern und zu rollen, ein voll abgestellter Kaffeepott wäre längst halb leer. „Die Lagerung der Drehgestelle ist ausgeschlagen, dazu gibt‘s Risse.“ Grinsen. Bei 200 km/h ist Schluss, die Nadel klebt, die Oberleitungsmasten fliegen nur so vorbei, die Schwellen sind ein einziger langer dunkler Strich und der Blick kennt weiter nur die Richtung vorwärts.
„250 sind hier ausgewiesen, aber es hat zu wenig vorgehaltenes Material und das vorhandene ist durch gestreckte Wartungsintervalle kaputt gespart. Diese zwei, die annähernd die Leistung der ICE im Fahrplan erbringen können, haben noch irgendwo rumgestanden, Nürnberg, Gera, weiß nicht mehr. Dazu kommen die jüngeren Kollegen mit ihren verkürzten Schulungen, Aufteilung in Cargo-, Nah- und Fernverkehr, die dürfen nur noch eine Handvoll Loks fahren und diese darf kaum noch einer, dein Glück.“
Mit 45 Minuten Verspätung im Kopfbahnhof Stuttgart hat das gestresst spärliche Rangierpersonal längst die Biege gemacht. Warnweste an, fluchend runter ins Gleis und selbst abgekoppelt. Weiter ins Betriebswerk, mit Pause ist nichts, Lok abgestellt, das Relais nicht vergessen, die andere aufgerüstet, und vor den Zug zurück nach Köln. „Zehn, zwölf Stunden Schichten sind keine Seltenheit, mal 10 Tage hintereinander, oft in der Nacht los oder erst zurück, Feiertage nur die Hälfte und der Dispo mit seinem, kannste mal eben, der Kollege iss krank …“
Die einsetzende Dämmerung kaschiert die fehlenden 35 cm im Führerstand zur Vorgängerin gnädig, (70 cm insgesamt) bei 19,5 m Länge und 114 t, es ist noch enger; die Fotographen draußen winken freundlich, sind begeistert.
Der Charme der schwarzen Dunkelheit offenbart sich besonders in den entgegenkommenden ICEs, winzige Punkte, rasend schnell da mit ihrer nur akustisch wahrgenommen enormen Druckwelle, Masse zählt. Eine weibliche Stimme signalisiert per kollegialem Du sehr charmant über den Lautsprecher ihr „ich mach Dir Platz, Du hast jetzt freie Bahn.“ Die paar chronologisch nun schnell näher kommenden hellen Flecken entpuppen sich als Provinzbahnhöfe ohne Halt. In einem mit langgezogener und geneigter Kurve sehe ich die Mutter schützend hinter ihrem Kind die Hände hastig über dessen Ohren legen; mit über 120 Klamotten kacheln wir vorbei und ich spüre das Durchschütteln des vorbeidonnernden Zuges körperlich mir Schauer über den Rücken jagend.
Heute steht sie im Eisenbahnmuseum in Koblenz und fährt Sonderzüge. Die Lagerung der Drehgestelle und deren Risse…
Lange vorher, 2004, hatte er seinen ersten PU, 4 Jahre später den zweiten, kürzlich den 6. oder 7. mit steigender Frequenz. Wohlgefühl Indikator ohne mediale Verbreitung: PU steht für „Personenunfall“ und beschönigt die finale Lösung persönlicher Probleme. „Du siehst paar hundert Meter ne Gestalt auf den Damm kriechen, sich aufrichten. Machtlosigkeit, Vollbremsung, Sand, Pfeifen, die Hand brichst du fast in diesen Sekundenbruchteilen, rasende Gedanken, der Hauch eines Gesichts, Mann Frau, dein NEEEIIHN nutzt gar nichts. ICEs sind beliebt, die Psyche immer mehr traumatisiert.
Der kleine Junge ist grau geworden, der Spielzeugladen schon vor Jahrzehnten aufgegeben.
Geiz-ist-geil Egoismus ordert „clever“ Konsumrotz bei Amazon und Jeff Bezos Niedrigstlöhner legen den Plunder ans Sofa; am liebsten 7/7 und 24/24, rund um die Uhr; wir sind völlig bescheuert.
Märklin, Trix, Faller, Fleischmann usw. sind vom deregulierten Markt verscheucht; etliche Einzelhandelsgeschäfte in der Hauptstraße Warsteins mit ihren schmutzig trüben Glasfenstern seit Jahren verwaist. Lange begraben die Hoffnung, neoliberal ausgerichtete (Einheits)Parteiabgeordnete erlassen Gesetze im Volksinteresse. Längst überfällige Politikmodifikation, wenigstens im Kleinen ein vernünftiges Verkehrssystem, Fehlanzeige.
Der zertretene Coffee-to-throw Becher entlarvt im Rinnstein fahl schimmernd die Verlogenheit unserer Smartfonmentalität; dankbar gnädig verschluckt Dunkelheit den dreckigen Rest; zunehmende Armut, Ausgrenzung und Gewalt.
„Friday for Future darf keine Dauerveranstaltung sein.“ meint der grüne Minipräsi von Stuttgart 21 und ich meine,
mitlaufen ohne denken hat eine lange Tradition.
Gruß
Wolfgang
Dein Freund fährt Golf, meiner E 03.