Mein erstes Posting, aber ich hoffe ich kann helfen:
Wir nehmen an:
Das Auto hat lange gestanden und ist durch interne Undichtigkeiten der Ventile und Federbeine zu Boden gesunken.
Der Verstellhebel im Innenraum ist auf Stellung "Fahrniveau".
Der Druck im Federbein eines Autos das in Tiefstellung liegt, ist unklar aber niedriger als 75bar auf der Druckleitungsseite.
Der Motor wird nun gestartet und der Druck wird über die Pumpe aufgebaut, bis der Druck von 75bar im Gesamtsystem erreicht ist und vom Druckregler bei 75bar gehalten wird.
Die Stabi haben die HK-Ventile geöffnet und es wird solange Volumen gefördert , bis sich das Fahrzeug anhebt und die HK´s über die geänderte Stabi-stellung geschlossen werden.
Der Widerstand gegen den die Pumpe arbeitet ist immer das Fahrzeuggewicht, bis 75bar erreicht sind.
Alle Komponenten sind so konstruiert, das der Pumpendruck von 75bar das Auto waagerecht halten.
Wir haben es mit einem teiloffenen Hydrauliksystem zu tun mit einer geschlossenen Druckseite und einer offenen drucklosen Seite.
Beteiligte Komponenten im Fahrwerkskreislauf,sind: Pumpe, Druckregler, Mengenteiler,Höhenkorrekturventil,Federbeine, Federkugeln,Druckleitungen,Rücklaufleitungen.
Der Weg des Öls:
Die Pumpe saugt Öl im Vorratsbehälter an und erzeugt hydraulischen Druck durch den Versuch das unkompressible Öl zu verdichten per Verdrängung.
Das bedeutet das der Motor über den Keilriemen das Pumpenrad dreht und somit eine Kraft überträgt auf die Pumpenwelle, die dann auf der Taumelscheibenseite die Kolben betätigt.
Diese Pumpe erzeugt nur Druck, wenn es einen Widerstand gibt-ansonsten fördert sie nur Ölvolumen im Kreis. Dieser Zustand herrscht nur bei geöffneter SW12 Schraube am Druckregler, die einen Bypass-kanal öffnet.
Der Druckregler hat einen fest eingestellten Widerstand und regelt auf ca 75bar (kann höher oder niedriger sein, weiß ich nicht mehr. Die Pumpe selbst kann ca. 180bar).
Das funktioniert indem im Druckregler eine Durchflussbohrung mit einer kleinen Metallkugel verschlossen ist, auf die eine Feder drückt.
Die Federkraft und die Vorspannung sind so gewählt das für das anheben der federbelasteten Kugel, 75bar von der Pumpe benötigt werden.
Dagegen arbeitet die Pumpe.
Das heisst in einem vereinfachten Kreislauf aus Pumpe-Leitung-Druckregler-Leitung mit einem Blindstopfen am Ende, werden 75bar erzeugt und alles darüber fliesst an Menge über eine Rücklaufleitung zurück in den Vorratsbehälter.
Nach dem Druckregler kommt ein Mengenteiler.
Der Mengenteiler verbindet die vorderen mit den hinteren Federbeinen und stellt einen Druckgausgleich her.
Wenn der Druck bei allen Federbeinen auf dem gleichen Druckniveau (zBspl 75bar) liegt, ist der Mengenteiler in Mittelstellung.
Das heisst das die 2 federbelasteten Regelkolben stehen in diesem Ventil dann in Mittelstellung, da der Druck vorne wie hinten der gleiche ist.
Ansonsten wird so lange Ölmenge in einen der beiden Kreise zugeregelt, bis das der der Druck wieder auf beiden Seiten des Regelkolbens der gleiche ist.
Das Auto steht waagerecht.
Das Höhenkorrekturventil funktioniert genauso, nur ohne Federrückstellung und es gibt jeweils einen HK pro Kreis für vorne und hinten.
Die Mittelstellung des HK ist erreicht, wenn das Fahrzeug sich auf Fahrniveau befindet
(oder eben wenn der gewünschte Zustand erreicht ist der durch den Verstellhebel im Innenraum per Gestänge vorgegeben wird).
Der Höhenkorrektor ist fest mit dem Verstellgestänge und per Schelle, mit dem Stabi verbunden.
Steht der Wagen in Fahrstellung, regelt der HK über den Mengenteiler kein Öl.
Lege ich einen Sack Zement in den Kofferraum, dann verstellt sich der Stabi, da die Gewichtskraft des Zements den Wagen hinten nach unten drückt.
Beim runterdrücken durch den Zement verdreht sich der Stabi und betätigt dadurch über das angeschellte Gestänge den HK.
Der Regelkolben geht aus der Mittelstellung im HK und öffnet den Regelkreis leicht über den Rücklaufschlauch in den Vorratsbehälter.
Dabei bricht der Druck im hinteren Regelkreis zusammen und der Mengenteiler geht aus der Mittellage.
Es wird so lange Volumen nachgefördert bis der Federzylinder wieder ausgefahren ist, somit das Auto hochgedrückt ist und das Gestänge des Stabi den HK wieder in Mittelstellung gerückt hat.
Das funktioniert bis die Kraft die notwendig ist um die Last im Kofferraum hochzudrücken so hoch ist, das die 75bar nicht mehr ausreichen.
Meiner Erfahrung nach war das bei 44 Betonplatten für den Gartenweg der Fall. Dann fliesst das Öl über den HK-Rücklauf zurück ins Fass und der Druckregler ist offen , aber es hebt sich nichts mehr.
Beim runterdrücken durch den Sack Zement, wird das Öl aus dem Federzylinder in die Kugel gedrückt und verdichtet das Stickstoffpolster zunächst etwas.
Dadurch das aber gleichzeitig mit dem runterdrücken des Wagens, der HK öffnet, bricht der Druck zusammen bis über den Mengenteiler so viel Volumen nachgefördert wurde, bis das Druckniveau wieder bei 75bar liegt.
Der angegebene Druck des Stickstoffs in der Kugel ist niedriger als der geregelte Pumpendruck,
da er gemessen wir dim ausgebauten Zustand und wenn die Kugel über den Stickstoff die Membran maximal ausgewölbt hat in Richtung Eingangsventil.
Das bedeutet, das die 75bar Hydraulikdruck im Stand bei laufendem Motor, den Stickstoff so lange verdichten bis in der Kugel auch 75bar sind.
Durch den Kompressibilitätsfaktor fällt der Druck in Gasen erst ab und steigt dann kontinuierlich an, wenn Sie verdichtet werden, aber das nur am Rande.
Das ist aber Teil des hydropneumatischen Effekts den wir alle so mögen.
Ist die Kugel "platt" und der Stickstoff vollständig durch die Membran ins LHM diffundiert, fährt das Fahrzeug weiterhin auf Höhe, bis eben 75bar erreicht sind und der HK über den Stabi auf Null gestellt ist.
Dabei liegt die Membran vollständig an der Kugelwand an und es gibt kein Stickstoffpolster das komprimiert werden kann, ergo ist die Kiste bockelhart und das gesamte Volumen der Kugel mit LHM gefüllt.
Auf Höhe kommt er noch, nur ist dann meist der Vorratsbehälter dann fast leer und es kann nicht mehr gedämpft werden.
Das heisst: Sack Zement im Kofferraum= absinken= HK macht auf über Rücklaufschlauch= Kugelstickstoff wird anfänglich zusammengedrückt, aber durch den HK entweicht das Öl aus dem Kreis in den Vorratsbehälter und die Kugel-Membran verdrängt das Öl ins Federbein und zurück über die Druckleitung und den HK zurück ins Fass und die Kugel wird entlastet.
Auto ist unten und Volumen wird wieder zugeführt, bis wieder Ausgleich auf 75bar besteht in der Kugel und dadurch das Auto wieder hochgedrückt wird, falls 75 bar ausreichen.
Wenn nicht, bleibt das Auto unten und das Öl geht im Kreis.
In keinem Fall wird der Druck von 75bar überschritten.
Er ist immer so genau auf 75bar, wie das die kleine Metallkugel im Druckregler regeln kann.
Oder?
Grüsse aus dem Westerwald