Widerspruch, da gäbe es ne Menge zu sagen. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 155km/h kann mir niemand erzählen, er habe "ihn einfach laufen lassen". Das erfordert nämlich allerhöchste Konzentration und bewusstes, heftiges Gas geben. Angesichts einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h ist die Spitze von 251km/h, zumal bei permanenter der Gefahr von Wildwechseln und anderen Störungen, auch nicht zu verachten. Und warum redet hier niemand vom ökologischen Fußabdruck? Dreck aus'm Auspuff - ist doch egal, oder? Was kümmern mich Umwelt und Materialverschleiß?
Sagte ich eigentlich schon, dass ich für ein Tempolimit bin? Am besten 120 km/h, wenn ich so ein Bekenntnis hier lese. Komme mir keiner mit dem Neid-Faktor. Mein HDi 180 fährt, glaube ich, 220 km/h. Ich bin aber noch nicht schneller als 170 gefahren. Ich habe mal eine Nachtfahrt von Berlin nach Hause mit Gasfuß hinter mich gebracht. Heller Vollmond, trockene Fahrbahn, kaum Verkehr, leere A9, A4 und dann A5. Durchschnitt meiner Erinnerung nach 110 km/ bei insgesamt 550 Kilometern. Nein, ich habe ihn nicht einfach laufen lassen, ich habe bewusst Gas gegeben.
Ich fahre wieder mehr Bahn, und meine Bahnfrequenz wird steigen. Die vielen Nachteile sind mir bewusst. Mich stört es, wenn ich in einem Abteil keinen Platz für mein Gepäck finde, wenn mein reservierter Platz nicht geräumt wird und der falsch Sitzende frech wird, wenn die Züge Verspätung haben, wenn rund um mich herum Leute sitzen, die lautstark telefonieren oder sich die Lunge aus dem Hals husten, Ihre Füße auf den gegenüberliegenden Sitz legen usw. usf. Nur: Meine Autos werden zunehmend zu Staustehzeugen, dazu kommen die Raser, die Nicht-Blinker, die Rote-Ampel-was-geht-mich-das-an-Ingnorierer usw.. Auto-Mobilität wird immer ätzender ...
fl.