Definitiv ist 2x im Jahr mähen besser, aber mit dem Futter kannst du keine Milchkuh füttern!
Meinst du, das kann ein Landwirt selber entscheiden und dann auch davon Leben? Kriegt er mehr Geld wenn er den Schweinestall nicht baut?
Und sachen wie Bodengesundheit sind weitaus komplizierter als deine Schlüsse...
Deine Bilderbuchlandwirtschaft gibt es; kauf beim regionalen (Bio)bauern und unterstütz das, das kostet halt 3-4 mal mehr. Aber Bio mit Direktvermarktung ist eine absolute Nische und schon das EG Öko zeug beim Aldi hat damit garnichts zu tun.
Der Markt für Biofleisch (unter 1% anteil) oder Getreide ist vollkommen gesättigt. Irgendjemand muss das Alles doch auch abkaufen. 99% der anderen müssen zu Weltmarktpreisen produzieren und dann kommen nebenbei neue Auflagen wie Gewässerrandstreifen (die einen der Teil der Flächen praktisch unbewirtschaftbar machen) oder Güllesperrfristen (für die man Lager bauen muss) oder Vorgaben zu Sickersaft bei Silage (für die man dann mal eben betonierte und zertifizierte Flächen mit Kanalisation bereitstellen muss), neue Technik die angeschafft werden muss.
Das können die kleinen doch garnicht stemmen!
Glyphosat wird 2022 verboten, während der Import von Round Up ready Soja ja kein Problem ist und Jever holt weiterhin seine mit Glyphos-Sikkation ernteerleichterte Braugerste aus der Ukraine und Russland.
In BaWü werden Obstanbauregionen (Kaiserstuhl) zwangsökologisiert, während das Apfelsaftkonzentrat ja schon zur Hälfte aus China kommt.
Bei den billigsten Lebensmittelpreisen in Europa sind die 114 Euro Subventionen pro Bundesbürger und Jahr irgendwie auch nur eine Quersubventionierung um Lebensmittel billig zu halten:P
Klar, und am Ende haben wir 80 millionen Bundestrainer, die auch noch Landwirte sind und alles besser wissen.
Auch wenn ich dem Verbraucher da die Schuld auch nicht geben will. Es ist halt die Marktkonzentration beim LEH, den Molkereien, den Aufkäufern usw.