Die Geschichte wiederholt sich.
Als 87 die ersten KAT Autos aufkamen, fuhr ich einen Renault 16, Baujahr 66, mit nichts drin. Da hat mir ein Mechaniker gesagt, "...das sind noch gute alte Autos, da kann man noch alles reparieren, nur nichts modernes kaufen...."
Als der XM 1989 auf den Markt kam, war ich hin und weg was da nicht alles an Hightech drin ist. Hydractive, ABS, jede Menge Elektronik. Also mit einem Wort, ein modernes Auto, das man, nach Aussage des Mechanikers, lieber nicht kaufen sollte (so war das 1989)
Jetzt lese ich 30 Jahre später, dass der XM das gute alte Auto ist, und man nur nichts modernes kaufen sollte..
Also reift jedes Auto nach 30 Jahren zur Verklärung der guten alten Zeit heran. Also ist es für unsere Dickerchen namens C6 ab etwa 2035 auch soweit. Dann sind sie die "guten alten Autos".
Eine reine Generationsfrage.
Ein Freund von mir fährt einen, mittlerweile ziemlich heruntergekommenen, Opel Kadett E von 1987. Kürzlich haben ihn ein paar junge Burschen, so um die 20 angesprochen und von dem "schönen alten Auto" gefaselt.
Ich bin halt selber schon so alt, dass für mich ein E Kadett einfach nur ein altes Auto ist.
XM fasziniert mich nach wie vor, aber als nichts modernes würde ich ein so mit Elektronik vollgestopftes Auto nicht bezeichnen. Und auch im XM leuchten Lämpchen auf, die im R16 noch nicht vorhanden waren....
Kleine Episode aus eigener Erfahrung: vor 2 Wochen, meinen Ford Capri angeworfen, eine Runde gefahren und festgestellt, dass die Bremse offensichtlich nur mit einem Bremskreis funktioniert. Pedal bis am Boden durchgedrückt und dann leichte Verzögerung. Der Mechaniker hat mich am Telefon gleich mal gefragt ob das Kontrolllicht für die Bremsflüssigkeit aufleuchtet...….Naja, wahrscheinlich hätte es aufgeleuchtet, wenn der Capri ein solchen Kontrolllicht hätte......
LG aus Wien