Man fragt sich unwillkürlich, woher kommt dieses Fehlen jeglicher Empathie, die aus diesen Relativierungen spricht. Gibt es dort kein intaktes soziales Umfeld, oder gibt es nur noch den Rechner, oder Autos reparieren? Wenig Kontakte zu netten Menschen aus Fleisch und Blut? Nun ist auch bekannt, dass es Männer gibt, die im Alter immer griesgrämiger und durchaus menschenverachtend werden, Knöttergeister. Wäre es nicht manchmal sinnvoller, wenn wieder ein Schub kommt, den Rechner herunterzufahren und eine Runde um den Block zu drehen? Vielleicht trifft man da ja wen zum Schwätzen, o.ä. Mir fallen aus meinem Bekanntenkreis und ja der ist recht groß, unmittelbar Personen auf, um die ich mich Sorge. Dazu gehört der Cit-Stammtisch, meine Familie, Mitarbeiter, Freunde, Kunden, Nachbarn.......und auch die Flüchtlinge in den z.B. griechischen Lagern. Da ist doch nicht ein Leben oder Schicksal dabei, dass es verdient hätte relativiert zu werden.
Jedes Leid ist eines zuviel.