Hallo,
kann ich so nicht nachvollziehen.
Im Eingangspost von Sylvester hat er sich nach meiner Auffassung lediglich darüber geärgert, dass die Staatsgewalt einen Hinweis aus der unmitelbaren Nachbarschaft bekam und daher überhaupt aktiv wurde. Und genaus das kann ich sehr gut nachvollziehen, dass einen das ärgert. Dass einen die Nachbarn, die einen ansonsten vielleicht immer scheissfreundlich grüßen, hintenrum denunzieren. Und da muss ich von Denunziantentum sprechen denn nach der Schilderung von dem, was hier geschehen war, handelte es sich ja nun nicht um eine die Allgemeinheit oder die öffentliche Ruhe und Ordnung gefährdende Aktion...
Da möchten man den Nachbarn dann am ehesten empfehlen, zuerst einmal vor der eigenen Türe zu kehren und etwas Toleranz zu üben. Denn der Denunzierende nimmt ja unwissentlich oder wissentlich in Kauf, dass sich das Nachbarschaftsverhältnis durch u.a. solche Aktionen anspannt denn der Denunzierte wird sich nun überlegen, wer denn von den Nachbarn in Reichweite es gewesen sein könnte. Und das fördert Abschottung, Rückzug und Misstrauen. Vielleicht ist ja dem einen oder anderen noch die berühmte Regina Zindler mit dem Maschendrahtzaun und dem Knallerbsenstrauch ein Begriff... Oder Hausmeister Krause, wie ich finde genial gespielt von Tom Gerhardt
An diese beiden Gestalten muss ich bei so etwas unweigerlich denken. In den meisten Fällen handelt es sich ja bei den Denunzianten und Blockwarten um eigentlich bemitleidenswerte Kreaturen, deren eigenes Leben so farblos, hinfällig und erlebnisarm sein muss, dass sie sich daran aufgeilen, immerhin ein vermeintlich guter Mensch oder braver, gesetzestreuer Bürger zu sein. Aber erfahrungsgemäß sind das dann die, bei denen es hinter der häufig auf makellos getrimmten Fassade am meisten bröckelt...
Grüße
Alex