Was trennt unsere Gesellschaft? Bevor wir darauf antworten müssen wir erst die Spielregeln der zwei Parteien verstehen.
Die erste Gruppe gibt wenig Grund zur Sorge, keiner leugnet den Virus, jeder tritt dafür ein, sinnvolle und effektive, aber vor allem verhältnismäßige Maßnahmen zu ergreifen Es wird gesucht und gerungen um angepasste Lösungen für unterschiedliche lokale Gegebenheiten bei dezentraler Entscheidungsbefugnis für die nicht nur virologische, sondern auch wirtschaftliche, demografische, mathematische, medizinische, padagogische, psychologischen und andere Argumenten berücksichtigt werden.
Die zweite Gruppe, also die Linie der Regierug und einer bestimmten Virologie und mehr als zweifelhaften Art Statistik zu betreiben, zählen eine schweigende Mehrheit von Mitläufern in der Bevölkerung und in den Medien eine Gruppe von aktiven und agressiven Vielschreibern zu ihren Vertretern. Sie das gebärden sich wie Fans, besonders laut melden sich in den sozialen Netzwerden die üblichen Verdächtigen, Internetjunkies und Berufskommentatoren. Das eigene Forum und vor allem Namen lassen wir weg, Beispiele kommen aus Leserbriefen von überregionalen Journalismus zum Coronathema. die Deckungsgleichheiten mit tatsächlich in unserem Forum Agierenden sind alllerdings frappierend.
Diese affirmativen Positivisten schielen unentwegt nach Mehrheiten, um ihre permanenten Überlegenheitsallüren zu kultivieren. Sie schreiben wesentlich mehr als die Vertreter der kritischen Gruppe,und das trotz ihrer eigentlichen Sprachlosigkeit. Vertuscht wird dieses Manko durch lustiges dem Micky Maus Comic ähnlichem Grafikdesign, sowie Emoticons aller Art, damit man weiß, ob man lachen oder weinen soll.
Sie beherrschen vier Zaubertricks und drei Wörter, wobei letzteres dann schon der erste Kniff ist: „Troll, Aluhut und Verschwörungstheorie“, die letzten beiden meinen dasselbe – nun, solche Kleinigkeiten schreckt sie nicht. Dem wird alles zugeordnet, nie ganze Aussagen, sondern herausgepickte Halbsätze oder gar nur einzelne Wörter.
Ein zweiter wichtiger Trick: außerhalb dieser drei Wörter und der nonverbalen grinsenden und weinenden Gesichtchen, der „Daumen hoch oder runter“ etc., es wird nie eine inhaltliche zum Thema gehörende Aussage gemacht, stattdessen postulieren sie für sich eine durch Verdrängungsprozesse - tatsächlich aber peinliche - „höhere Moral“.
Ihre dritte Finte: sie holen sich bei Wiki ihrem Lieblingsprofessor ein Zauberwort als Widerlegung für jedes Argument oder jede andere Meinung. Im Fall von Corona hieß ihr „Sesam-öffne-dich“ für jedwede Besserwisserei, das Todschlagargument dieser Westerndjangos donnert durch alle Diskussionen - „exponenziell“.
Damit wären wir beim letzten und vierten Hokuspokus: sie vermeiden strickt das „ich“ , desto konsequenter beginnt jeder ihrer Sätze mit „Du“. In der harmlosen unverfänglichen Standardvariante: „Du hast gesagt...“ zu „Du willst es nicht verstehen“ zur ihrer Lieblingsconclusio,„Du Blödmann!“
Sie legen sich mächtig ins Zeug, um diese Aussagen zu variieren.
Eurekafern stehen diese „Überzeugten“ unter Duschen, anstatt ein Bad zu nehmen, auf dass ihnen ein Licht aufginge.
PS: Ich werde antworten, aber erst, wenn er fertig ist.