Das Problem sind nicht die W a h n s i n n i g e n,
sondern der g a n z n o r m a l e W a h n s i n n!
Tempolimit ja, aber nicht 24/24, und überall; keine Rigorositäten, Fatalisten sind auch Menschen. Schwarze Freitage mit Mindestgeschwindigkeiten von 220 km/h - wer das nicht drauf hat, macht sich strafbar, bleibt besser zu Hause und grillt, oder setzt sich auf's Fahrrad, fährt Bahn oder düst in den Lüften.
Warum immer diese Einseitigkeiten? Jeder zweite Freitag im Monat ist schwarz, alle Sonntage sowieso. Außerdem repariert er auf Ochsentour, das dauert, da gilt es aufzuholen - nur Spaß (für dich, es ist sein Ernst) du Philister, den du indes niemals verstehst! (den Satz verstehe ich selbst nicht - kleiner Scherz). Da hilft nur auseinanderbauen und aufdröseln.
Berthold Brecht leicht chinesisch angehaucht, ich verrate keine headlines (wie sollte Brecht wissen, dass sie heute Hongkong kassieren? Strophe 3 beachten, die zweite auch, wegen "dies und das"
Ihm, nicht Brecht (Autonarr - Tatsache!) oder dem Alten, muss niemand Wahrheiten abringen, er verteilt sie wie Konfetti. Nicht gerade "nachhaltig" seine Methode, aber muss er jede Phrase dreschen?
PS: Wenn ich das so lese, könnte ich denken, ging es "ihm" nicht gut? Alles bestens, noch vor wenigen Stunden einen Siphon, volles Programm mit zurecht sägen von Metall unter fragwürdigen Umständen, nichts tropfte, das zählt.
Als er 70 war und war gebrechlich
drängte es den Lehrer doch nach Ruh
denn die Güte war im Lande wieder einmal schwächlich
und die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.
Und er gürtete den Schuh.
Und er packte ein, was er so brauchte:
Wenig. Doch es wurde dies und das.
So die Pfeife, die er immer abends rauchte
und das Büchlein, das er immer las.
Weißbrot nach dem Augenmaß.
Freute sich des Tals noch einmal und vergaß es
als er ins Gebirge den Weg einschlug.
Und sein Ochse freute sich des frischen Grases
kauend, während er den Alten trug.
Denn dem ging es schnell genug.
Doch am vierten Tag im Felsgesteine
hat ein Zöllner ihnen den Weg verwehrt:
„Kostbarkeiten zu verzollen?“ - „Keine.“
Und der Knabe, der den Ochsen führte, sprach: „Er hat gelehrt.“
Und so war auch das erklärt.
Doch der Mann in einer heitren Regung
fragte noch: „Hat er was rausgekriegt?“
Sprach der Knabe: „Dass das weiche Wasser in Bewegung
mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt.
Du verstehst, das Harte unterliegt.“
Dass er nicht das letzte Tageslicht verlöre
trieb der Knabe nun den Ochsen an
und die drei verschwanden schon um eine schwarze Föhre
da kam plötzlich Fahrt in unsern Mann
und er schrie: „He, du! Halt an!
Was ist das mit dem Wasser, Alter?“
Hielt der Alte: „Interessiert es dich?“
Sprach der Mann: „Ich bin nur Zollverwalter
doch wer wen besiegt, das interessiert auch mich.
Wenn du's weißt, dann sprich!
Schreib's mir auf! Diktier es diesem Kinde!
Sowas nimmt man doch nicht mit sich fort.
Da gibt's doch Papier bei uns und Tinte
und ein Nachtmahl gibt es auch: ich wohne dort.
Nun, ist das ein Wort?“
Über seine Schulter sah der Alte
auf den Mann: Flickjoppe. Keine Schuh.
Und die Stirne eine einzige Falte.
Ach, kein Sieger trat da auf ihn zu.
Und er murmelte: „Auch du?“
Eine höfliche Bitte abzuschlagen
war der Alte, wie es schien, zu alt.
Denn er sagte laut: „Die etwas fragen
die verdienen Antwort.“ Sprach der Knabe: „Es wird auch schon kalt.“
„Gut, ein kleiner Aufenthalt.“
Und von seinem Ochsen stieg der Weise
7 Tage schrieben sie zu zweit
und der Zöllner brachte Essen (und er fluchte nur noch leise
mit den Schmugglern in der ganzen Zeit)
Und dann war's soweit.
Und dem Zöllner händigte der Knabe
eines Morgens 81 Sprüche ein.
Und mit Dank für eine kleine Reisegabe
bogen sie um jene Föhre ins Gestein.
Sagt jetzt: kann man höflicher sein?
Aber rühmen wir nicht nur den Weisen
dessen Name auf dem Buche prangt!
Denn man muss dem Weisen seine Weisheit erst entreißen.
Darum sei der Zöllner auch bedankt:
Er hat sie ihm abverlangt.