Dieser Satz zeigt auf, dass sie absolut keine Ahnung haben. Vergewaltigungsopfer sind häufig zu tiefst traumatisiert. Gerade in jungen Jahren des Opfers wird die Tat verdrängt und es besteht teilweise keine Erinnerung mehr an das Durchlebte. Gleichzeitig ist die Tat massiv prägend: Depressionen, verändertes Sozialverhalten, Beziehungsunfähigkeit, es geht bis hin zum Selbstmord. Häufig kommt die Erinnerung nach Jahren durch einen Auslöser wieder hoch. Das ist auch der Grund, warum der Gesetzgeber die Verjährung dieser Verbrechen geändert hat. Bei Opfern, die im Kindesalter waren, sind es 20 Jahre, beginnend mit dem 30 Lebensjahr (!).
Dazu kommt die Unfähigkeit die Tat als solche zu benennen, da die Schuld bei sich, dem Opfer gesucht wird. Scham und die Angst, in allen Einzelheiten etwas beschreiben zu müssen, was das Opfer selbst nicht an sich heran lassen kann, was es nicht versteht, kommen hinzu. Das dunkle Wissen, dass bei einer Anzeige (oder wie auch immer öffentlich machend) sie, das Opfer, wieder "nackt" dasteht, wissen, das es recht selten eine Verurteilung gibt, wissen, das es absolut keine Gerechtigkeit geben kann...
Und da wollen Sie wissen, was von den Vergewaltigungsvorwürfen nach über 30 Jahren zu halten ist? Mit Verlaub, ich würde Ihnen zu gerne den bekannten Satz von Joschka Fischer entgegen schreiben.
Weiter schreiben Sie von zwei Ihnen bekannten Fällen wegen angeblicher Vergewaltigung aus den 80er Jahren. Was soll das uns sagen? Keine Verurteilung mehr wegen Mord, da in den 90er Jahren 4 Fälle bekannt geworden sind, wo Menschen zu unrecht dafür im Gefängnis waren?
Ihr pseudo-intellektuelles Geschmiere hat jede Bodenhaftung verloren, es ist Beleidigend und Verhöhnt. Das was Sie dort schreiben ist nichts anderes als der Bodensatz alter, perverser Altmänner-Fantasie.
Das, eine kleine Anmerkung eines vernebelten, moralisch getriebenen Vielschreibers mit inflationärer Vereinsamung (oder so ähnlich)
Ralph