Nennen wir die zwei unvereinbaren Gruppen, die seit Monaten aneinander vorbeireden, die Maskierten und die Unverblümten.
In keiner Gruppe ist jemand an Covid gestorben. Bei den Maskierten sowieso nicht, aber auch unter den Unverblümten - ich nennen sie so, weil sie es wagen, Dinge zu sagen, die andere erröten, zucken oder schlimmeres tun lassen - gibt es niemanden der zumindest infiziert war. Also eigentlich wären wir im Club der Spiegelfechter und Schattenboxer. Halt! Nichts so ganz, dann tritt jemand wie nightmare auf, ich kenne ihn nicht, aber ich bin mir sicher, er hat Kinder im schulpflichtigen Alter. So einen sucht man hier bei den Maskierten vergebens. Ansonsten unterscheiden sich die Maskierten und Unverblümten in ihrer Meinung aufgrund der Höhe ihrer Einkünfte, bis auf Steinkult, der mehr hat als andere, vielleicht auch deshalb aus der Art schlägt.
Wenn man sich so gar nicht einigen kann, müssen Tatsachen auf den Tisch. In Deutschland gab es nie einen Versorgungsnotstand bezüglich der Intensivbetten, im Gegenteil, es herrschte eine Coronaüberkapazität. Eine erhöhte Letalität oder Übersterblichkeit konnte nur für einen kurzen Zeitraum auf einen Raum von nicht mehr als 10 qkm festgestellt werden.
Die Erkenntnisse über Corona nahmen zu, die Meinungen änderten sich, z.B. bei den vermaledeiten Masken, aber auch bezüglich der Wichtigkeit der Hygieneregeln, dann kamen die Aerosole, dann der neue heiße Kandidat, der Superspreader, der ist's, Ernüchterung folgte auf dem Fuß: aktuell nutzte in Australien/Melbourne der Lockdown nichts.
Dann die ungeklärten Fälle, warum es in einigen Ländern soviel und in anderen sowenig Tote gibt.
Jetzt zu den Zahlen in Deutschland. Wir haben im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung eine geringe Zahl an Covidtoten. Durch die unverhältnismäßigen Maßnahmen leiden wir aber an Millionen Arbeitslosen, Millionen Kurzarbeitern und hunderttausenden Insolvenzen, an hunderttausenden Studenten, deren Existenzgrundlage genauso wegbricht, wie die von Künstlern, Kellnerinnen und was weiß ich noch alles.
Ach so, für die Kinder war es mit den Müttern in den vier Wänden auch nicht so prickelnd und die Jugendlichen, schaut selbst bei den Ausbildungsplätzen und vergleicht die Zahlen mit den Vorjahren.
Ich bin durchaus ein Freund von köstlichen und kostbaren Zynismen und Sarkasmen. Wenn sich aber Leute hinstellen und die Maßnahmen, die bis zu einem gewissen Grad nötig waren, aber panisch und übertrieben flächendeckend durchgezogen wurden, zum Wohlgefallen unserer Opis, die den Spaß am Leben immer wieder neu entdecken, jetzt dargestellt werden als Grundlage für ein Blümlein der wirtschaftlichen Prosperität im Verhältnis zu Brasilien, dann kann er nur sardonisch lachen.