Ist richtig, die Grenze liegt aber beim Betriebsdruck. Sagen wir, du würdest eine Kugel für vorn mit 150 Bar befüllen. Da der Druck des Systems in Normalstellung, wie wir gerade gelesen haben, 130 Bar beträgt, wird das Gaspolster noch gar nicht komprimiert. Das heißt, du hättest gar keine Federung, außer bei sehr harten Schlägen.
Wenn du die Kugel auf 120 Bar aufbläst, hast du tatsächlich eine wunderbar weiche Federung. Beim Einfedern zumindest. Das Gaspolster ist aber nur sehr wenig komprimiert. Beim Ausfedern wirst du daher leicht den Punkt erreichen, an dem die Membran wieder an der Kugel anschlägt. An diesem Punkt unterschreitet der vordere Federungskreis für einen Moment den Druck von 120 Bar.
Zu hoher Druck bedeutet also, dass der Federweg beim Ausfedern verkürzt wird. Praktisch wird man sicherlich etwas, aber nicht viel über die 75 Bar hinausgehen können, die Citroen maximal an einer Vorderachse eingesetzt hat. Und hinten entsprechend der geringeren Last noch weniger.
Dazu passt ja auch deine Bekugelung. Vorn könntest du auch 3x75 Bar verbauen, hinten solltest du jedoch keine 75 Bar einsetzen. Die von dir verwendeten 50 Bar erscheinen mir da anhand der Messwerte von Icksemm als sinnvolles Maximum. 62 Bar könnten eventuell noch knapp gehen, würde ich aber eher nicht machen.