zu 1) die verknüpfung ist eben eines der probleme. einerseits sind sie eine prämisse für den den kapitalismus, andererseits ermöglicht er erst ihre realisierung.
zum bitteren thema) leider wird das aber nicht reichen. andererseits wird ist jede erdachte lösung nicht nur konfliktbehaftet, menschenrechte kann man dabei dann ganz hinten anstellen. drückt man sich vor einer solchen lösung, sieht das resultat nicht anders aus. wie ich den laden kenne, wird es auf ein auswarten hinauslaufen, weil sich niemand den unliebsamen schuh freiwillig anziehen wird - selbst wenn sie wenigstens ein geringfügig besseres resultat hervorbringen würde. wobei auch dabei wieder der maßstab zum streitpunkt werden wird, bei dem die vertreter sich dann wieder als nazis, rassisten, inhumane darvinisten ect. bloßstellen müssen.
zu 3) kein wissen, nur these - das menschliche handeln wird sicherlich durch natürlihe triebe bestimmt. wie den tieren, ist ihnen ein überlebenstrieb, der sie nicht verhungern lässt zu eigen, ebenso das bestreben um sicherheit zur vermeidung der angst und eine möglichst hohe position im rudel oder eben macht. kapitalismus ist unstreig ein geeignetes mittel, diese natürlichen bedürfnisse zu füttern. jedoch ist auf bis zu dieser ebene -auf der mensch und tier sich noch gleich gesteuert verhalten, nur das effizienzkriterium entscheidend.jeder organismus, der für seine nahrunsbeschaffung mehr kaloriern aufbringt, als die nahrung beinhalet verhungert unweigerlich. auch ein gleichstand reichte zum arterhalt, da keine kaloriern für die brut vorhanden wären. erst die im vergleich zum aufwand deutlich überkalorische ernte, ermöglicht den "luxus" der paarung oder das kloppen um rang und machtpositionen. somit halte ich das effizienzkriterium als ein natürliches verhalten. ein unverzichtbares elemet des kapitalismus, letzerer beinhaltet jedoch einiges mehr. die gesamte tierwelt kommt ohne ihn aus, ebenso kam ein teil der menschheit - bis auf die letzten 150 jahre - ohne ihn aus, ein teil der meschheit schafft es sogar noch bis heute ohne. ergo effizenzhandeln ja, kaptialismus nein.
die ebene des spezifisch menschlichen grenzt sich davon ab, dass er erst durch komplexeres denken selbst definierbare persönlichkeitsziele, wie z.b. soziale anerkennung oder selbstverwirklchung entwickeln kann. auch dabei sehe ich ich den kapitalismus nicht als unverzichtbar an. solche ziele lassen sich ebenso durch soziales engagement, vorbildliches verhalten, bildung, lebensglück und vieles andere realisieren. wie sonst sollte der oben schon genannte kapitalismusfreie teil der menschheit über jahrtausende als denn als mensch qualifiziert haben? auch auf dieser ebene erkenne ich den kapitalismus weder als natürlichen bestandteil der menschlichen natur. auch macht fortschritt - letztlich das bestreben, immer effizienter zu agieren, um das eigentlich menschliche mehr ausleben zu können - noch keinen kapitalismus aus.
dem k stufe ich ich am ehesten als ideologie mit sektencharakter ein. zu seiner funktion sind die bedingungen ständiges wachstum und die notwendigkeit der verteilung des mehrwertes an alle (schon von marx im kapital solide nach heute noch geltenden formelwerk der VWL nachgewiesen!) bedingung. hierzu bedurfe es allerdings erst einer systematische umerziehung der beteiligten. für den wohlstand des sog. mittelstandsfamilie arbeitete vor 50 jahren ein bezieher allein. für den gleichen standard arbeit heute die frau vollzeit mit und die gören müssen heute teils schon ran (damit´s nicht auffällt, wurde mal die offizielle mittlstandsdefinition undefiniert). nur dir sollte an dieser stelle auffallen, das der kapitalismus dabei weder zusätzliche freizeit für die im letzten absatz erwähnten menschenspezifischen bedürfnisse eingebracht hat. auch sollte dir deutlich geworden sein, das unter den alternativen zum erlang von anerkennung, selbstverwirklichung in westlichen gesellschaften, lediglich der konsum als die einzig wahre herausmanipuliert wurde. der geund steht oben: verteilung des mehrwertes an die massen. die notwendige der manipulation erfogt in kapitalistischen systemen zeitlebens und auf allen ebenen (die o.g. puzzelteile). wenn die masse sagt, wir haben alles was wir brauchen, möchten weniger kaufen und arbeiten bricht das kap. system zwangsläufig zusammen.
auffällig auch, die hohe überschneidung der verbreitung des christlichen, insb. des protestantischen glaubens und des kapitalismus mitsamt des umweltverbrauchs. auch hier wird wieder manipulativ von der "2. und 3. welt" gesprochen, von "primitiven Kulturen" den muss natürlich geholfen werden, natürlich aus humanitären gründen - der ökonom nennt es absatz auf noch zu erschließenden märkten. zu beginn meiner studienzeit waren "gesättigte märkte" aktuelles thema in der bwl. theorieansätze, neue "künstliche bedurfnisse" zu schaffen und globalisierung zählten zu den lösungsansätzen, um der notwendigkeit der verteilung des mehrwertes gerecht werden zu können. "natürlich" ist dabei gar nichts, eingezimmerte ideologie. die theorie dieses diffizilen handwekszeugs habe ich in den verschiedenen schmieden erlernt. werbung/marketing allein reicht nicht aus, den kapitalismus am laufen zu erhalten, die manipulation kommt von überall aus allen ecken, beginnend im kidergarten bis hin zur plitischen meinungsbildung. beispielsweise durch die vermittlung von obektiv richtigem unwahrheiten zu verbreiten, zufällig? ein auch bei sekten gern eingesetztes instrument.
die komplexität mal an einem, praktischen beispiel erläutert. weil ich (wie die wohl meisten aderen, die da mitreden auch) keine wirklich ahnung davon habe, unterstelle ich einfach gangige klischees. nehmen wir mal den neger; seine primitive kultur, sich bei der arbeit auf das notwendigste zu beschränken, um sich den rest des tages des seins und des lebens zu erfreuen, wobei (soviel hirn muss man ihnen ja mindestens zugestehen!) in kauf genommen wird, dass unzählige an hunger und prinzipiell heilbaren krankheiten sterben. das reicht völlig aus, um mich als rassisten oder nazi in die ecke zu stellen, zu diffamieren. es reicht auch, meine ansicht, unsere eigene ideologie mal ganz stark zu hinterfragen, als völlig undiskutabel hinzustellen. der begriff des "negers" ist deshalb politisch nicht korrekt, weil seine kultur aus unserer perspektive nicht anerkannt und primitiv mitleidig als minderwertig angesehen wird. nicht zufällig musste der politisch korrekte begriff im laufe meines lebens mehrmals gendert werden, doch selbst die bezeichnung wesser raumahrtingenieur würde an der kulturdiskriminierenden einstellung nichts ändern. würde man sie als vollwertige alternative akzeptieren, wäre keine bezeichnung politisch unkorrekt. doch die "vollwertigkeit" der neger ist erst erreicht, wenn diese ausreichend am mehrwert (den hier keiner mehr wirklich braucht) partizipieren, um die bedingung des stetigen wachstums zu gewährleisten. schon deshalb müssen wir ihm (natürlich mit humanistischer begründung!) missionieren. dazu muss man ihn erst einmal beibringen, dass es sinnvoller ist, den tod zu vermeiden, anstatt selbst zu leben. wenn dabei als dankende gegenleistung noch ein paar bodenschätze als schmierstoff für das kapitalistische system anfallen, ist der deal doch ok!
4) über diese varianten bin ich gut informiert. zumindest eine richtungsänderung würde sich durch die gesetzliche unterbindung sener exessivsten auswüchse ergeben. da der ansatz aus der rechten ecke kommt (die wollen ja auch alle ausländer im ofen verbrennen), diskutiert man darüber besser nicht. nach dem schema, richtiges mitteilen und unwahrheiten vermitteln, wird der kapitalismus und die notwendigkeit wachstums auch mit der richtigkeit als wahre alternative dargestellt, dass er schließlich wohlstand für alle bringe. ein zugegeben sehr schlagkräftiges argument, da kompromisse hier am wenigsten hingenommen werden. (dabei verhält es sich, wie mit deinen völlig korrekten anmerkungen zum heidentum, sie reichen aus, um dir deine persönliche "wahrheit" zu vermitteln.) so existieren in den bibliotheken schon wissenschaftliche abhandlungen, formal ebenso korrekt wie marx abhandlungen zum kapital, wie wohlstandssteigerung in schrumpfenden volkswirtschaften ganz gut funktioniert. warum diese alternative, die wohl wesentlch zur verzögerung oder vermeidung zum globalem kollaps beitragen könnte, nicht zum zuge kommen darf, sollst mal selbst herausbekommen.