Man muss das in CH regional und Branchenweise betrachten. Insgesamt kann man nur sagen, dass Abstand gehalten werden muss, und dass da, wo das nicht möglich ist, Masken getragen werden sollen.
Die Maskenpflicht im ÖV kann man nur auf nationaler Ebene durchsetzen. Sieht keiner ein, wenn man auf einer Fahrt von Genf nach St. Gallen je nach Kanton Maske tragen muss oder nicht.
Für den Rest sind die Kantone zuständig. Und da gibts dann Branchen, die haben Schutzkonzepte, um die Geschäfte öffnen zu dürfen. Eine dieser Branchen ist die Gastronomie. Nun wird das aber regional anders gehandhabt: Im Kanton Luzern, wo ich wohne, lagen Zettel für die Kontaktdaten auf jedem Tisch. Da das Ausfüllen freiwillig war, liegen inzwischen gar keine Zettel mehr aus. Die Anzahl der Tische wurde aber reduziert und die verbleibenden stehen so, dass der Mindestabstand zumindest von Tisch zu Tisch gegeben ist.
Geh ich ein paar Kilometer weiter essen, im Kanton Bern, wo die Preise im Zweifel auch noch niedriger sind, weils ein anderer Berufsverband ist, dann werde ich nicht bedient, wenn ich keine Kontaktdaten angebe.
Wo was gilt, hängt da eher davon ab, wie das Schutzkonzept aussieht und genehmigt wurde. Manche haben da den Datenschutz als der Pandemiebekämpfung untergeordnet angesehen, andere nicht so sehr.
Ebenso ist es mit der Maskenpflicht in Geschäften: Im Kanton Luzern brauche ich keine. Im Kanton Waadt und anderen Kantonen aber schon. Ist man im Lande unterwegs, tut man also gut daran, Masken dabei zu haben und sich zu informieren, wo was gilt.
Gehe ich hingegen zur Physiotherapie, muss ich mir auch im Kanton Luzern, der sonst nicht so Maskengeil ist, eine Maske aufsetzen. Das selbe beim Friseur (der hier Coiffeur heisst). Ist ja auch sinnvoll, denn dabei werden keinerlei Sicherheitsabstände einzuhalten sein.
Betrete ich ein Krankenhaus, muss ich mir auch eine Maske aufsetzen, selbst, wenn ich nur im Hauseigenen Restaurant was trinken oder essen möchte. Am Tisch darf ich die dann absetzen (gilt für den Kanton Luzern).
Wie die Regelungen kantonal ausfallen, hängt davon ab, wie stark die einzelnen Kantone zu Anfang der Pandemie betroffen waren. Die Kantone, in denen die Intensivstationen knallvoll waren, nehmen die Angelegenheit mit dem Infektionsschutz auch heute noch deutlich ernster, als die, wo es nur relativ wenige Infektionen und auch wenige Tote gab. Waadt, Tessin und andere sind da bei den am stärksten Betroffenen. Die Zentralschweiz und die Ostschweiz kamen relativ glimpflich davon, und da sind die Corona-Vorschriften auch entsprechend lockerer.
Es gibt in jedem Kanton entsprechende Websites mit den geltenden Vorschriften. Daneben gibts auch eine App (kurioserweise nicht die Kontakt-Tracing App). Die heisst SwissAlert und ist eine generelle Katastrophenschutz-App, kostenlos. Die Meldungen da sind aber so knapp gehalten, dass man allein daraus nicht weiss, wo jetzt welche Vorschriften gelten. Man muss sich dafür die kantonalen Websites ansehen und sich im Zweifel nach dem richten, was Anschläge an Eingängen oder das Personal vor Ort verlangen.