Frühjahr: Einschleppen des Virus hauptsächlich durch Skiurlaub und Fernreisen. Der Süddeutsche neigt eher dazu. Zu beidem, hauptsächlich sicher zu Ersterem. Daraufhin Lockdown, zu einem Zeitpunkt, wo Sachsen wenige Fälle hatte. Daher wenig betroffen.
Im Herbst hatten alle schon eine ordentliche "Startpostion" in Sachen Virus, es konnte also überall losgehen. Bevor eine Korrelation zwischen AfD-Wahlergebnis und Inzidenz nun durch ernsthaften Vergleich wirklich nahegelegt wurde, habe ich mit meiner aus Sachsen stammenden Angetrauten schon öfter drüber diskutiert, dass ein nennenswerter Teil der Sachsen sich einfach nicht an Regeln halten wollen. Während bisher Großstädte ein Problem waren (viel Nähe, volle Geschäfte), sind es in Sachsen die ländlichen Gebiete. Man macht dort einfach, was man immer machte (schon zu DDR-Zeiten): sein Ding. Der relativ große AfD-Politikeranteil, weit in die Bevölkerung verwurzelt, befeuert genau das: Berlin ist doof, Corona gibts nicht. Dann noch Bürgermeister (Stolberg, wer´s googln will), der trotz 1200er Inzidenz sagt, dass man erst noch sehen müsse, ob Corona denn schlimmer sei als eine Grippe. Da kann man doch guten Gewissens doch den 80. Geburtstag feiern. Deshalb ist Sachsen derzeit - neben anderen Gründen wie vielen Grenzgängern aus CZ (mit seiner zeitweise landesweiten 700er Inzidenz) und PL - stärker betroffen.
Ich glaube nicht, dass das die Wahrnehmung von verwirrten Spinnern ist. Ist auch kein Sachsenbashing - das gäbe schon hier zu Hause Ärger.