Welches andere Extrem sollte das denn bitteschön sein? Rechtsstaatlichkeit? Demokratie? Anstand auf dem politischen Parkett? Eine Staatslenkung, die ohne eine einzige grosse Internetplattform auskommt, und nicht jeden Hirnfurz sofort in 240 Zeichen drückt und veröffentlicht?
Es gibt wahrlich Szenarien, die mehr Angst begründen.
Ich hing während der US-Wahl fast immer vor der Glotze und hab CNN und BBC geguckt. Biden ist zwar kein absoluter Heilsbringer, aber Leute, die die US-Politiklandschaft kennen, schreiben ihm einen politischen Realismus zu, mit dem er wohl in der Lage sein dürfte, gerade soviel liberales einzuflechten, wie es das politische Klima zulässt, und in gerade dem Masse rechts konservativ zu sein, dass es eben nicht eine Spaltung auslöst. Eine andere Frage wird sein, ob er es schafft, nach Tagen wie diesen einen Bürgerkrieg zu verhindern, wenn die, die genau das wollen von höchster Stelle gegen ihn arbeiten. Fragt sich dann aber auch, ob das überhaupt jemand besser könnte...
Trump hatte (bis gestern) nur ein Gutes: Man konnte sich sicher sein, dass er keinen Krieg anfangen würde. Der war dazu zu sehr Geschäftsmann, und moralisch so wabbelig, dass ihn kein Politiker in eine entsprechende Zwangslage hätte bringen können.
Er hat aber dafür aus den USA eine Bananenrepublik gemacht. Eine atomar bis an die Zähne bewaffnete solche, bei der man, anders als in der zusammenbrechenden UdsSR, nicht darauf vertrauen kann, dass die Bevölkerung grundsätzlich friedlich eingestellt ist. Dieser Terrorist befeuert das dann auch noch mit aller Kraft! Ich fasse es nicht.
Die gleiche Strategie, sowas so schnell wie möglich und ohne weitere Massnahmen unter den Teppich zu kehren, wie man sie von islamischen Geistlichen hört, nach jedem islamistischen Terroranschlag. Da heisst es dann immer: "Das ist nicht der Islam."
Dabei sind solche Ausdrücke nichts weiter als nutzlose Beschwichtigungsversuche. Wenn der Präsident der USA nicht Amerika ist, wer oder was bitte denn dann?
Allzu durchsichtig!