Ja, dabei sind die Inzidenzzahlen in den Hotspots nach wie vor irre hoch. In diesen Städten und Kreisen sind wir von Entspannung der Lage noch weit entfernt. Insofern ist nicht nur das Präventionsparadox Motor der Kritik. Und ein Problem quer durch die Republik: Die vom Home-Schooling betroffenen Familien sind über das, was sie mit ihren Kindern erleben, nun nicht gerade durch die Bank weg glücklich, zumal sozial eher schwache Familien benachteiligt sind. Die sozial bedingten Bildungsunterschiede vergrößern sich gerade, und hier erwarte ich schlicht mehr staatliche Unterstützung, etwa durch konsequente flächendeckende Versorgung mit der notwendigen Technik in allen Familien.
Ziemlich undifferenzierte Kritik von ihr, finde ich. Ich habe sie auch gesehen und fand sie in ihrer Argumentation nicht besonders zwingend.
Ach, ich kenne solche Erlebnisse im Zusammenhang mit Unvernunft pur auch aus kleinen Geschäften wie Bäckereien und Metzgereien. Allerdings ist da tatsächlich das Personal eher hinterher, dass die Leute bei Überschreitung der Mindestzahl raus geschickt werden. Insgesamt sehe ich so viele Leute, die sich nicht an die AHA-Regeln halten, dass es mich graust. Mit Appellen an die Selbstverantwortung kommt man in unserem Land offenbar nicht so weit. Schade eigentlich. Ich gehe jede Wette ein, dass die Zahlen wieder hochgehen wenn es Lockerungen geben und nicht schnell genug geimpft wird. Den nächsten Lockdown haben wir dann nicht "der Politik" zu verdanken, sondern denjenigen, die meinen, die Pandemie sei ja nicht so schlimm und sie könnten sich wieder wie in Zeiten vor Corona verhalten. Ein Jojo-Effekt, den keiner will, den aber viele Leute geradezu provozieren, um dann "falsche Politik" dafür verantwortlich zu machen.
fl.