Mal was Grundsätzliches:
Immer wenn irgendwo über Geld, Erfolg, Glück, Gesundheit philosphiert wird, hört man doch den Satz "Gesundheit ist das Wichtigste".
Richtig? Egal ob bei Geburtstagsfeiern, sonstigen Familienfesten, Jubiläen... "Gesundheit ist das Wichtigste"!
Und jetzt wird uns seit ca. einem Jahr aus neoliberaler Ecke und von sonstwie interessierten Kreisen immer wieder - teilweise aggressiv - eingetrichtert, wir sollten die Gesundheit und das Überleben gegen wirtschaftliche Folgen des Lockdowns aufrechnen!
Hallo, es sterben immer noch Tag für Tag in unserem reichen und hochzivilisierten Land ca. 500 Menschen!
Erwiesenermaßen - wie jetzt Obduktionen im bundesweiten Vergleich ergeben haben - weit überwiegend (70 oder 80%) sterben die Menschen, auch die multipel vorerkrankten, eben AN Covid19, nicht MIT Covid19! (Sucht die Quelle bitte selber raus!)
Niemand weiß, wieviele Erkrankte an schweren Langzeitfolgen leiden werden, teilweise arbeitsunfähig werden.
Mir kann keiner erklären, wie man es ethisch vertreten will, Menschenleben und Gesundheit gegen die Wirtschaft aufzurechnen. Gewiß, es gibt schwere finanzielle, soziale, psychische Folgen des Lockdowns.
Aber mir ist eine arbeitslose Fußpflegerin lieber als eine tote Fußpflegerin, ein zahlungsunfähiger Gastronom, der zum Sozialamt gehen muss lieber als ein toter Gastronom, eine psychisch überlastete Familie das kleinere Übel gegenüber einer dezimierten Familie, die ihren Ernährer oder andere Angehörige zu betrauern hat.
Mir hat noch niemand schlüssig darlegen können, wie man individuell tödliche unumkehrbare Schicksale gegen wirtschaftliche Folgen aufrechnen will.
So, das musste mal raus. Ich bin gespannt auf Eure Reaktionen, wobei ich mir sicher bin, die vom Strand aus gerufene Reaktion gar nicht erst lesen zu müssen. 😜