Vielen Dank!
Meine Erkenntnisse:
Klimaventilwerkzeug passt wie dafür gemacht, um die Dashpots (alte Version) auszuschrauben. Warum da jemand an einer Schraube rumfeilt, erschließt sich mir nicht.
Die zwei Versionen Dashpots sind anders konstruiert, Funktion aber die gleiche. Dazu unten mehr.
Zu den teilweise abstrusen Theorien auf den vorderen Seiten schreibe ich mal nichts.
Ich zerlege die Dash-Pots normalerweise nicht. Das Risiko zu groß, den Krempel zu zerstören. Die Reinigung gelingt in den meisten Fällen zufriedenstellend ohne Ausbau. Den Versuch sollte man nur wagen, wenn eine Reinigung anders nicht erfolgreich ist. Nein, Hydraurincage meine ich damit nicht.
2x 10min Ultraschall (allerdings verwende ich einen eher agressiven Reiniger und 50 Grad). Anschließend mit Druckluft und Bremsenreiniger/Vergaserreiniger zweimal von beiden Seiten des Dashpots und vom Rücklauf her durchblasen. Bzw auch öfters wenn der HK böse verdreckt war und/oder eine sehr deutliche Einschränkung der Ansprechzeit des Höhenkorrektors festzustellen war.
Nun zu den interessanten Dingen. Also Bilder. Zustand jeweils nach der oben beschrieben Reinigung per Ultraschall und zweimal von vorn, hinten und seitlich durchgeblasen.
Einmal Dashpot Hinterachse Y4 Berline ca. 300tkm, Korrektor normal verschlammt und Funktion noch gegeben. Der linke der drei auf dem Bild meines gestrigen Beitrags.
Einmal Dashpot Hinterachse Y3 Berline, weniger 200tkm, seit 15 Jahren im Wald rumgelegen, Korrektor relativ sauber innen. Der rechte der drei auf dem Bild meines gestrigen Beitrags.
In beiden Fällen ist festzustellen, dass nach der Reinigung nur minimale Schlammanhaftungen an der Oberfläche vorhanden sind. Die Bohrungen sind alle frei. Ich gehe hier von normaler Funktion aus.
Y4 - Y3
Löcher scheinen mir gleich groß. Bei Y3 und Y4 muss das Öl jeweils durch 4 solcher Löcher. Verzögerung sollte sich demnach auf sehr ähnlichem wenn nicht gleichem Niveau befinden.
Warum ich vom unnötigen Ausbau des Kunststoff-Dashpots abrate:
Das Teil sitzt in einer Bohrung im Alugehäuse des Höhenkorrektors und wird dort durch eine "Crimpung" gehalten. Als Werkzeug zur Crimpung wurde wohl sowas ähnliches wie ein Locheisen verwendet, also eine scharfkantige Röhre. Dadurch wird um den Dashpot ein Alugrat gebildet, den man beim Ausbau überwinden muss. Die Überbleibsel davon siehe linkes Bild.
Nun, was auch immer ihr mit euren Dashpots treibt, viel Spaß beim Basteln.
Gruß,
Michael