Hast du kritisch hinterfragt, warum der Bossche eine Impfmethode vorschlägt, an der er zufällig gerade selber forscht? Deine Postings haben immer den gleichen Spin ...
Davon abgesehen, halte ich die norwegischen Ergebnisse auch für überaus korrekt. Wie Steinkult aber schon anmerkte muss man dabei auch berücksichtigen, welche Bevölkerungsgruppen betroffen sind. Bei spezifischer Auswahl (jung, weiblich) ergeben sich andere Werte als bei der Betrachtung aller Impfungen. Die Oxford Studie (ebenso wie der Bericht darüber) weist explizit darauf hin, dass man die Ergebnisse mit Vorsicht betrachten müsse und weitere Forschung dringend nötig ist.
Im Gegensatz zu den Norwegern haben die Briten dem Virus durch ihre nachlässige erste Reaktion einen großen Vorsprung gegeben. Aus dieser Not heraus sind sie bei der Impfung größere Risiken eingegangen (vorzeitige Zulassung, Schwerpunkt auf die Erstimpfung). Es sieht im Moment so aus, als ob sich dieses Risiko bezahlt macht, Infektionen und Todesfälle sind bei der Kombination Lockdown + hohe Impfquote stark zurückgegangen. Es wird jetzt spannend zu beobachten, wie sich die Lockerungen auswirken. Die von Steinkult verlinkte Friston Studie (University college London) mit der Behauptung seit dem 9.April sei die Herdenimmunität erreicht bei 73,4% (addiert: Impfquote + Genesene) ist aber wohl überoptimistisch.
Ich drücke den Briten die Daumen, glaube aber nicht, dass es so einfach gehen wird.