Der Motor vom SM, Typ Maserati C114 in verschiedenen Leistungsstufen, dreht identisch zu dem des Merak. Im SM vorn, Getriebe davor.
Im Merak ist er aber hinten montiert, und daher umgedreht, und damit das funktioniert, ist das Getriebegehäuse gespiegelt, das Tellerrad ist auf der anderen Seite.
In Fahrtrichtung geschaut im SM, also vom Fahrersitz aus, dreht er gegen die Uhr, also linksrum. Der Kettenbegrenzer links ist auf der Seite, wo die Kurbelwelle die Kette runterzieht, und sie gibt die Kette dann nach rechts locker rüber, wo der Spanner sitzt.
Vom Getriebe aus, also von vorn geschaut, dreht er also rechtsrum.
Deswegen braucht man ein Merakgetriebe, wenn man in einen SM einen „normalen“ Motor, sagen wir aus dem Renault Safrane, DS23 oder einen anderen V6 einbauen will. Die drehen vom Fahrersitz aus geschaut rechtsrum, vom Getriebe geguckt aus linksrum, und das Merakgetriebe dreht das dann wieder um, passt also wieder mit 5 Gang vorwärts.
Bei den Tractions gab es den alten 6er Reihen- Motor zunächst linksdrehend, später rechtsdrehend, siehe Wikipedia:
Ab 1947 wurde im 15 CV ein neues Getriebe eingebaut, der Motor war jetzt rechtsdrehend.
…Citroen, mehr als Sie erwarten:-)
Bei Lotus hat man das SM- Getriebe für einen normaldrehenden Motor im Esprit verwendet, aber eben hinten eingebaut, damit man wieder 5 Gang vorwärts hat. Bei S1, S2 ging das leistungsmäßig noch, beim Turbo nicht mehr so gut, weil die Räder ineinander gezogen werden, nicht geschoben laufen, sozusagen, das gab Zahnbruch (schrieb ein Getriebeprofi aus Holland, Harry Martens).
Carsten