Erst mal eine ganz gute Beschreibung des Systems:
http://www.kfztech.de/kfztechnik/motor/diesel/fap.htm
Der Partikelfilter und der Vorfilter befinden sich hinter der Aluminiumabdeckung vor dem Motor. Die vordere Abdeckung ist mit 7 Schrauben fest. Entfernt werden sollte auch das Verbinungsrohr vom Turbo zum Ladeluftkuehler. Die in Fahrtrichtung rechte Schraube ist schlecht zugaenglich und muss nur gelockert werden da die Rohroese unten offen ist. An den 27er Torx kommt man mit einem normalen Schluesel kaum dran. Ich habe die Schraube mit einem Hammer und Durchschlag gedreht und nachher durch eine Selbstgefertigte mit 10er Kopf ersetzt.
Hat man die vordere Hitzeschutzabdeckung geloest, sie ist nicht entfernbar ohne weitere Teile abzuschrauben, was aber auch nicht notwendig ist, kann man noch die Obere, die mit zwei Schrauben befestigt ist, entfernen.
Am Partikelfilter muesen die beiden Drucksensorleitungen und die Lamdasonde entfern werden. An der Lamdasonde und der unteren Druckleitung liesen sich die Ueberwurfschrauben nicht gegen die Sensoren bewegen. Bei der Lamdasonde habe ich das Anschlusskabel geloest, die Druckleitung habe ich mit ausgebaut und nachher ausgeschraubt und mit dem Loetbrenner gaengig gemacht (neu kostet etwa 35 Euro).Die Lamdasonde lies sich so gaengig machen.
Die Schelle unten am Flexrohr und oben am Turbo entfernen (SW 16mm)(ggf mit der Schleifhexe). Der Topf ist mit zwei 13er Langmuttern am Motorblock befestigt.
Jetzt laesst sich der Topf zwischen den Hitzeschutzblechen nach unten rausziehen. Na bischen wackeln und drehen muss man schon .
Der Topf ist teilbar und besteht aus dem oberen Vorkatalysator und dem unteren eigentlichen Partikelfilter. Der obere ist nur verrusst, eine Reinigung nicht unbedinget norwendig. Den unteren sollte man erst mal mit einem Werkstattstausauger vom Russ befreien, weil der oben schwimmt und ja nicht in die Kanalisation soll.
Fuer den Anschluss der normalerweise an dem Flexrohr befestigt ist habe ich mir einen Adapter an den Gartenschlauch gemacht. Die ausgespuelte Asche ist sichelich nicht hochgiftig, aber man sollte sie nicht in die Kanalisation entsorgen. Dafuer nimmmt man am besten ein paar Speiseimer oder Kuebel durch die kaskradenartig das Abwasser laeuft. Es wird ziemlich viel Wasser gebraucht so das eine Onlinefilterung gebraucht wird. Die Asche setzt sich recht schnell ab. Zum Schluss ein Filtertuch das Russreste zurueckhaelt.
Jetzt unter staendigen drehen und wenden und leichtem Klopfen sehen wie bei entgegengesetzten Wasserdurchfluss die rotbraune Asche aus dem Filter kommt...bei mir etwa eine Stunde. Ich hatte anfangs auch noch etwas Reiniger auf den Filter und zum Schluss etwas destiliertes Wasser durchgespuelt. Ob das was gebracht hat kann ich nicht sagen.
Zum Schluss habe ich den Filter mit dem Heisluftzfoehn getrocknet....noch mal eine Stunde. Unglaublich wie lange da Dampf aus dem Filter kam.
Beim Zusammenbau die beiden Dichtungen richtig positionieren und beim anziehen der Klemmschelle die beiden Teile des Filters mit einem elastischem, am besten rueckschlagfreiem Hammer zusammenklopfen. Die Schelle alleine tut es nicht.
Dann rein das Teil und neuen Filter einbuchen, denn die OBU denkt immer noch, da sind mehr als 100g Asche drin. Die Regeneration funktioniert zwar, aber die nervige Warnmeldung bleibt.
Die Asche absetzen lassen, die saubere Wasserschicht abgiessen und den reduzierten Rest mit dem Russ ans Schadstoffmobil.