Solche Autos findet man schon. Nur entweder sind die dann besetzt, der Umbau passt nicht auf den persönlichen Bedarf, oder die Dinger sind entweder komplett jenseits der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder zu teuer. Jeder weiss, was so ein Umbau wert ist, und viele glauben, sowas kriegt jeder von der zuständigen Sozialversicherung bezahlt. Das ist aber nicht in jedem Fall so.
Die Dame, die den bis gestern meinigen C1 kriegt, hat schon ne charity-Aktion starten müssen, um die Fahrschule finanzieren zu können, und hat auch ein paar Kids. Da hilfts enorm, günstig Automobil zu sein, auch wenn der C1 für ne Familie mit Rollstuhl eigentlich zu klein ist. Allemal besser, als gar nicht Mobil und deshalb komplett auf den Goodwill anderer angewiesen zu sein.
Zum Einkaufen oder zum Arzt und für den einen oder anderen Ausflug durchs schöne Alpenland wirds der noch einige Zeit tun, wenn er jetzt kriegt, was nötig ist. Auch bei der - sowieso nicht einfachen - Jobsuche kann es entscheidend sein, ein Auto zu haben, mit dem man schnell und mehr oder weniger Wetterunabhängig zum Arbeitsort kommt. Öffentliche Verkehrsmittel sind hier nur sehr bedingt und längst nicht überall Rollstuhltauglich, erst recht nicht, wenn aus dem Rollstuhl ein relativ unhandliches e-Trike wird, mit dem man dann zwar längere Strecken "zu Fuss" schafft, aber ohne Hilfe nicht mehr in einen Zug oder Bus kommt.
Bis jetzt hat die nur ein Elektro-Zuggerät, und damit einen Aktionsradius von grob gerechnet zwei bis drei Dörfern, natürlich komplett unbeleuchtet, ohne jeden Wetterschutz, und mit der Ladekapazität eines Fahrradkorbs.
Kurz: Da wo das Auto hingeht, wird es wirklich gebraucht, und man freut sich jetzt schon sehr drauf, trotz des jämmerlichen, aber nicht allzu schlimmen Zustandes mit leichtem Wartungsstau. Schlüssel wurde heute abgeholt. Auto geht weg, wenn der zuständige KFZ-ler mal Zeit dafür hat. Eilt ja nicht, Führerschein ist noch nicht gemacht.