Eine Ideologie mag aus bestimmten Gründen vertreten werden, das mag sein.
Eine Ideologie ist aber ein in sich geschlossenes Gedankensystem.
Ich kann eine Ideologie zu verstehen versuchen. Ich darf aber nicht der Illusion verfallen, die Anhänger irgend einer Ideologie wären einer rationalen Betrachtung ihrer Lieblingsideologie zugänglich. Wären sie das, müsste man nicht den Begriff der Ideologie bemühen, sondern könnte von Ansichten, Positionen, Thesen und Antithesen oder einer Diskussion von Meinungen oder dergleichen mehr reden.
Genau daraus erklärt sich, warum ich mittlerweilen - hier wie anderswo - kaum noch über Covid und Impfungen diskutiere.
Ich bin geimpft, und hatte bis auf eine einzige, ziemlich genau sechs Stunden lange, schlaflose und vergrippte Nacht, keine Nebenwirkungen. Warum sollte mich noch interessieren, was mir Impfgegner jeder couleur an Horrorgeschichten zu Impfnebenwirkungen verklickern möchten?
Und warum soll ich, der ich genau weiss, wie Diskriminierung rechtlich gefasst ist, mit Ungeimpften, die von ihrer diesbezüglichen, gefühlten und deshalb der Ratio nicht zugänglichen Meinung, sie würden als solche ungeimpfte diskriminiert, sowieso nicht abrücken (-->Ideologie), mir die unfruchtbare Diskussion über angebliche Diskriminierung, die keine ist und mich zudem nicht betrifft, da geimpft, noch geben?
Warum soll ich Leute von etwas Überzeugen, was sie qua ihrer Ideologischen Verstricktheit, ablehnen, ob nun vernünftig oder nicht?
Warum soll ich über Leute trauern, die dann deswegen vorzeitig abtreten, weil sie halt dann doch noch - aber zu spät - merkten, dass Covid eben durchaus nicht bloss eine Erkältung ist?
Was bringt angesichts solcher Verbohrtheit der Hinweis auf die Kosten eines IPS-Platzes pro Tag?
Ich als Vernünftiger kann doch sowieso nicht anders, als das über Steuern und Krankenkassenbeiträge mitzutragen. Da hilft es wenig, zu wissen, dass andere falsch liegen. ICH kann die nicht zum Umdenken bewegen. Wenn es nicht anders geht, dann muss es eben sein, dass die erstmal ihren Quark vertreten dürfen, und dann auf Kosten der Allgemeinheit aus ihren eigenen Fehlern lernen. - Wenn sie denn wollen und können.
Es bringt nichts, sich zu dem Thema die Finger wund zu tippen.
Was gesagt werden kann, wurde längst mehrfach gesagt. Wer nicht weiss, muss glauben, und wer falsch glaubt, wirds bei dem Thema dann irgendwann fühlen.
Einer Covid-Infektion ausweichen kann man langfristig nicht. Man kann lediglich wählen, ob man der geimpft oder ungeimpft entgegentreten muss.
Meine Entscheidung ist gefallen. Andere muss ich nicht überzeugen. Es strengt schon genug an, sich von Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern den selben Käse wieder und wieder anhören zu müssen.
Meine Ansicht: Wer sich nicht impfen lassen will, solls lassen. Mir dann aber nicht die Ohren voll heulen, was das dann alles für negative Konsequenzen hat. Wer die nicht haben will, lasse sich impfen. Mehr wirds von mir dazu nicht geben. Das ist eine simple entweder-oder-Entscheidung, so wie die, den Führerschein zu machen oder sich ein Smartphone anzuschaffen oder nicht.