Würde ich auch, wenn ich das aus beruflichen Gründen müsste. So mit Akteneinsicht und voller Sachkenntnis und so.
Solange ich mich nur als Normalbürger damit befassen kann, ziehe ich mich angesichts der doch eher dürftigen Presseberichte - das ist bei Mord meistens so - auf den Standpunkt zurück, dass ich erstens nicht alles verstehen muss, und es zweitens Vorgänge hinieden gibt, die ich gar nicht verstehen möchte. Schon aus purem Selbstschutz.
Diesem Unverständnis folgend, liegt es mir denn auch fern, mich allzu sehr für den Täter stark machen zu wollen. Der ist nicht der, mit dem wir als Teil der Zivilgesellschaft zu allererst fühlen müssen. Es ist, wenn Du vom staatsbürgerlichen (in diesem Fall hat das mit Nationalitäten nichts zu tun) Standpunkt her drauf blickst, einer wie Du und ich (ok, wir sind älter...), dem da wegen einer Nichtigkeit das Leben geraubt wurde. DEM und dessen Angehörigen gehört mein Mitgefühl. Nicht dem Täter. Für den sorgt der Rechtsstaat und das ist dann auch genügend. Gefühlt ja eh schon eine Frechheit, dass dem Täter mehr Aufmerksamkeit zu Teil wird, als dem Opfer!
Das war ein guter Staatsbürger, der ja die Maskentragepflicht auch nicht aus Jux und Tollerei einforderte, sondern weils so nun mal Vorschrift ist. Nicht die vom Cheffe, sondern die vom Staat. - Ich WILL als Mensch und Bürger gar kein Verständnis dafür aufbringen, dass einer kommt und einen anderen vorsätzlich umbringt, nur weil der auf der Selbstverständlichkeit besteht, dass man sich an rechtliche Vorgaben zu halten habe, und seis auch nur, weil er gern seinen Job behalten möchte.